Juni

 

Tipp: Der Juni ist Blattlauszeit! Blattläuse schädigen nicht nur durch ihre Saugtätigkeit, sondern übertragen mit ihrem Speichel auch Viruskrankheiten bei Pflanzen. Wer Blattläuse in Schach halten möchte, sollte Nützlinge wie 
Florfliegen und Marienkäfer fördern und nicht zu stickstoffreich düngen. Dies fördert nämlich bei Blattläusen besonders beliebtes weiches Pflanzengewebe. Sind die Läuse erst einmal da, können sie mit der Hand abgestreift, mit einem Wasserstrahl weggespritzt oder Blätter mit großen Kolonien entfernt werden
 
Saatzeit: Küchenkräuter
 
Viele Kräuter wie Dill und auch Bohnenkraut sind in jedem Stadium als Gewürz verwendbar, 
das heißt sie können schon als Jungpflanzen geerntet werden. Die Hauptsache ist, dass 
ausreichend Kräuter angebaut werden. Auch im Juni können deshalb weiterhin Dill, Gartenkresse, Kerbel oder einjähriges Bohnenkraut im Abstand von 14 Tagen ausgesät werden. So 
erhält man laufend junges, frisches Grün dieser begehrten Gewürzkräuter für Tunken, Soßen 
und Salate. Dill, der zur Fruchtreife kommt, sät er sich nicht selten üppig selbst aus. Aufgrund seiner besonderen Schönheit eignet er sich auch für Blumenbeete und -sträuße, am 
besten mit anderen großblumigen Sommerblühern.
 
 
Erntezeit: Erdbeeren
 
Bevor die Erdbeerernte beginnt, sollten junge Fruchtstände mit Stroh, Holzwolle, Holzhobelspänen oder auch schwarzer Folie unterlegt werden. Das hält Schnecken und Drahtwürmer 
fern und sorgt dafür, dass die Früchte trocken und sauber bleiben. Trotz dieser Maßnahmen kann bei ungünstiger Witterung Grauschimmel auftreten. Um eine Infektion der noch 
gesunden Früchte zu vermeiden, werden auch alle befallenen Früchte geerntet und sorgfältig entsorgt. Bleiben die kranken Früchte im Beet, entstehen neue Infektionsquellen. Reife 
Erdbeerfrüchte werden am günstigsten in den frühen Morgen- und Abendstunden geerntet. 
Werden sie anschließend gekühlt, verlängert sich der Verwertungszeitraum der empfindlichen Früchte wesentlich. 
 
Gießzeit: Immergrüne
 
In Trockenperioden benötigen besonders die im Frühjahr gepflanzten immergrünen Gehölze 
ausgiebige Wassergaben. Die Pflanzen sind im Juni gewöhnlich noch nicht sehr stark eingewurzelt und können das Bodenwasser aus der Umgebung schlecht nutzen. Besonders bei 
Containerpflanzen mit festem Ballen ist das Gießen wichtig. Einmal völlig ausgetrocknet, 
nehmen die Ballen – obwohl sie bereits im Boden sind – schwer wieder Wasser auf, was zum 
Absterben der Neupflanzen führen kann. Rhododendron sind in dieser Hinsicht besonders 
empfindlich. Eine sparsame Düngung der Rhododendron nach der Blüte kräftigt die Pflanzen. Verwendet wird Spezialdünger mit hohem Magnesiumanteil.
 
Tipp: Wasserpflanzen im Gartenteich, etwa Seerosen oder Zwergrohrkolben, die in Pflanzkörbe gesetzt wurden, lassen in ihrer Wuchs- und Blühfreudigkeit nach einiger Zeit nach. Dies ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Nährstoffvorräte im Korbsubstrat aufgebraucht sind. Deshalb wird nun mit einem speziellen Wasserpflanzendünger nachgedüngt.

Eisbergsalat pflegen
Eisberg sollte wie alle anderen Kopfsalat-Sorten beim Pflanzen so flach wie möglich gesetzt werden. Das beugt Wurzelhalsfäule vor und bringt große, feste Köpfe. Beim Eisbergsalat ist sorgfältiges Gießen besonders wichtig. Bis sich die Blätter der Pflanzen auf dem Beet berühren, muss reichlich gewässert werden (20-25 l/m²). Danach ist oft bis zur Ernte kein weiteres Wässern nötig. Bei lang anhaltender Trockenheit muss vorzugsweise morgens vorsichtig zwischen den Pflanzen gegossen werden. Die Blätter sollen möglichst wenig benetzt werden, da Eisbergsalat sehr fäulnisanfällig ist. Bei lang anhaltend nassem Wetter sollten die Beete sogar mit Folie überbaut werden.

Kernobst ausdünnen
Manuelles Ausdünnen bei Kernobst fördert die Fruchtqualität. Trotz Junifalls ist der Fruchtansatz oft so hoch, dass die Gehölze die sortentypische Fruchtgröße nicht erreichen. Bei kleineren Baumformen kann man leicht eingreifen und einen Teil der Früchte per Hand ausdünnen. Das geschieht, wenn die Früchte etwa haselnussgroß sind. Je Fruchtstand wird nur eine Frucht – die so genannte Terminalfrucht oder „Königsfrucht“ belassen. Sie ist in der Regel die größte und gesündeste. Beim Ausdünnen darf die Stielbasis der verbleibenden Früchte nicht verletzt werden. Auch bei Steinobst, wie Pfirsich und Aprikose ist das Ausdünnen sehr ratsam.

Hecken schneiden
Ende Juni ist es Zeit, laubabwerfende Hecken zu schneiden. Vor dem Schnitt sollte unbedingt überprüft werden, ob noch besetzte Vogelnester vorhanden sind. In diesem Fall muss der Schnitt verschoben werden. Beim jährlichen Pflegeschnitt wird nicht in das alte Holz geschnitten, sondern nur bis zur Basis der Neutriebe. Um formalen Hecken ein akkurates Aussehen zu geben, bedarf es einigen Geschicks bzw. Erfahrung. Anfänger sollten sich die Arbeit durch das Spannen von Schnüren oder die Verwendung von Schnittschablonen (bei Buchsbaum) erleichtern. Nach dem Schnitt darf bei entsprechender Wetterlage das Gießen nicht vergessen werden. So wird der Verlust von Biomasse durch einen schnellen Neutrieb ausgeglichen.

Balkonpflanzen düngen
Ab Juni erhalten die Pflanzen in Balkonkästen und -kübeln regelmäßige Düngergaben. Der Zeitpunkt richtet sich nach ihrer Entwicklung. Begonnen wird in der Regel, wenn die ersten Knospen und Blüten sichtbar sind. Pelargonien beispielsweise sollten vor dem Blühbeginn nicht gedüngt werden, da sie sonst zuviel Laub entwickeln und die Blütenbildung nur spärlich erfolgt. Alle gesunden und wüchsigen Balkonpflanzen erhalten nun wöchentlich eine Nährdüngerlösung. Wer es weniger aufwendig mag, verwendet Düngestäbchen oder Vorratsdünger in Granulatform.

Tipp: Rasenschnitt ist gut zur Bodenbedeckung (Mulchen) besonders unter Hecken geeignet. Dies ist besser, als die in der Gartensaison oft reichlich anfallenden Mengen zu kompostieren. Zuviel Rasenschnitt im Kompost kann zu Fäulnis-Nestern, die nicht nur unangenehm riechen, sondern den Rotteprozess verzögern, führen. Nur sorgfältiges Durchmischen des Schnittguts mit trockenem Laub oder holzigem Häckselgut erhöht die Luftdurchlässigkeit im Kompost und somit eine geruchsfreie Umsetzung. Aber auch beim Mulchen gilt: Die Bodendecke aus Grasschnitt sollte maximal 7-8 cm stark sein, damit sie nicht fault.

Buschbohnen pflegen und nachsäen
Wer laufend Buschbohnen ernten möchte, sollte auch im Juni ein bis zwei Aussaaten vornehmen. Dabei sind Sorten mit kurzer Entwicklungsdauer wie ‚Marona’ oder ‚Maxi’ vorzuziehen. Obwohl Buschbohnen in mittelschweren Böden mit wenig Wasser auskommen, sollten Sie Trockenperioden durch reichliches Gießen überbrücken. Den größten Wasserbedarf hat die Buschbohne zur Blütezeit, sodass im Mai ausgesäte Bohnen besonders in der Zeit von Ende Juni bis Mitte Juli reichlich mit Wasser versorgt werden müssen. Damit beugen Sie gleichzeitig einem übermäßigen Befall durch Spinnmilben vor, deren Auftreten durch Trockenheit besonders begünstigt wird.

Pilzbefall im Obst bekämpfen
Im Obstgarten machen sich bei ungünstiger Witterung Apfelmehltau und Monilia-Spitzendürre breit. Beim Apfelmehltau zeigen Jungtriebe, Blätter und Fruchtstände einen mehligen Belag und rollen sich ein. Die befallenen Pflanzenteile werden sofort abgeschnitten, um die Bildung von Sporenträgern zu verhindern. Das kranke Schnittgut ist gut kompostierbar. Besonders anfällig sind alte Sorten wie ‚Cox’, ‚Jonathan’ oder ‚Ontario’. Auch bei der Spitzendürre an Steinobst werden befallene Triebe kräftig zurück geschnitten. Dabei müssen auch Ziergehölze im Garten auf Befall kontrolliert werden. Vor allem Mandelbäumchen und Zierquitte sind anfällig für den Schadpilz. Mit Monilia befallenes Schnittgut darf nicht zum Mulchen verwendet werden! Kompostieren dagegen ist möglich, wenn das zerkleinerte Material gut mit Erde abgedeckt wird.

Gladiolen wässern und nachstecken
Erst wenn sich die Blütentriebe entwickeln, sollten Gladiolen intensiv und reichlich gegossen werden. Das ist leicht feststellbar, indem Sie die flachen Seiten der Gladiolentriebe zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen. Vom Erdboden nach oben fühlend bemerken Sie den Ansatz, wie weit sich der Blütentrieb aus der Knolle herausgeschoben hat. Ist kein Ansatz spürbar, sitzt er noch zu tief und mit dem Wässern kann gewartet werden. Um auch noch im September Gladiolen in Blüte zu haben, können in den ersten Junitagen noch Knollen ausgelegt werden. Dazu werden die größten Knollen ausgewählt, weil kleinere eine längere Entwicklungszeit haben. Diese Pflanzen würden erst im Oktober blühen und wären durch Frühfröste gefährdet.

Stauden anbinden und zurückschneiden
Hohe Stauden fallen oft auseinander, deshalb werden sie rechtzeitig an Stäbe gebunden. Das Anbinden sollte sorgfältig durchgeführt werden, damit die natürliche Wuchsform erhalten bleibt. Nichts sieht unschöner aus als Stauden, die wie zusammengeschnürte Reisigbündel im Beet stehen. Polsterstauden, die Ende Juni verblühen, kürzen Sie so ein, dass sie nicht zu umfangreich werden. Das ist vor allem bei älteren Pflanzen regelmäßig nötig. Zu entfernende, auf der Erde liegende Triebe mit Wurzeln lassen sich gut zur Vermehrung verwenden. Sie werden gleich wieder eingepflanzt, aber anfangs feucht und schattig gehalten.

Tipp: Biologischer Pflanzenschutz sollte stets Vorrang vor der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln haben. Treten im Garten Marienkäfer und ihre Larven (Blattlauslöwen) zahlreich auf, ist dies immer ein untrügliches Zeichen für Blattlausbefall. Sowohl die erwachsenen Käfer als auch die Larven vertilgen große Mengen der Pflanzensauger. Darum sollten beide geschützt und auf jegliche Anwendung von chemischen und auch (vermeintlich) biologischen Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden. 

Hausgurken pflegen
Hausgurken stellen hohe Ansprüche an Boden- und Luftfeuchtigkeit. Sie gedeihen nur dann optimal, wenn regelmäßig gewässert und die Lufttemperatur überwacht wird. Der Wasserbedarf ist bei Hausgurken vom Entwicklungszustand abhängig und daher im Juni und Juli am höchsten. Bei warmer Witterung sind 2 bis 3 Liter je Tag und Pflanze durchaus normal. Als vertretbares Temperaturmaximum gelten 32 °C. Das Nachtminimum sollte 18 °C nicht unterschreiten. Steigt die Temperatur über 28 °C, muss gelüftet werden. Um Blattschäden durch Verbrennungen zu vermeiden, müssen die Gewächshäuser zusätzlich schattiert werden, zum Beispiel mit Schattenleinen. Mit Erscheinen der ersten Früchte sollten Hausgurken zusätzlich gedüngt werden. Dazu werden aus einem handelsüblichen Stickstoffdünger eine 0,3-prozentige Nährlösung hergestellt oder kräftige Kompostgaben verabreicht.

Erdbeeren vermehren
Erdbeeren sind als aromatische Fitmacher neben Maibeeren das erste Obst im Gartenjahr. Die bioaktiven, kalorienarmen Entschlacker versprechen Genuss ohne Reue. Erdbeeren sollten auch während der Ernte ausgiebig gewässert werden. Das verbessert Fruchtgröße und Ertrag. Gegossen wird ohne Brause zwischen den Pflanzreihen. Das Laub sollte dabei nicht benetzt werden. Die für die Vermehrung vorgesehenen Beete können bereits bei der Ernte sorgfältig darauf vorbereitet werden: Dazu werden die Ausläufer längs zur Reihe gelegt und die Zwischenreihen mit reichlichen Kompostgaben verbessert. Danach werden die Ausläufer wieder ausgelegt. So erzielt man gesunde Jungpflanzen mit kräftigen Wurzeln.

Rosenblüte fördern
Werden Rosen auch im Sommer richtig geschnitten, fördert dies einen weiteren Flor. Deshalb müssen die verblühten Blumen beizeiten abgeschnitten werden. Je länger sie an der Pflanze verbleiben, umso mehr verzögert sich der Neuaustrieb und damit die zweite Blütezeit. Beim Schneiden dürfen die Blütentriebe nicht zu stark gekürzt werden. Als Regel gilt, dass die Blütenstiele nur bis zum ersten kräftigen Auge zurückgeschnitten werden. Eine Zusatzdüngung nach dem Schnitt fördert ebenfalls die zweite Blüte. Zur Anwendung kommen ein Rosen-Spezialdünger aus dem Fachhandel oder reifer Kompost. Bleiben Niederschläge aus, wird der Dünger durch gründliches Wässern in Wurzelnähe verbracht.

Duftwicken pflegen
Die Duftwicke (Lathyrus odoratus) blüht sehr reich, wenn die welken Blüten laufend entfernt werden. Da Wicken zu den Selbstbefruchtern gehören, setzen sie regelmäßig und reichlich Samen an. Deren Ausbildung erfordert viele Nährstoffe, die den Pflanzen und damit der Blütenneubildung verloren gehen. Da die Wicken zusätzlich bestrebt sind, möglichst reiche Nachkommenschaft hervorzubringen, werden die Pflanzen durch den Verlust der Samenanlagen dazu angeregt, stetig neue Blüten zu treiben. Wicken eignen sich hervorragend als Schnittblumen für die Vase. Die regelmäßige Blumenernte und eine Zusatzdüngung fördern den Flor bis zum Frühherbst.

Tipp: Mit dem schönen Wetter im Juni fallen leider auch Blattläuse über den Garten her. Sie schädigen nicht nur durch ihre Saugtätigkeit, sondern können mit ihrem Speichel auch Pfl anzenkrankheiten wie das Tomatenmosaikvirus übertragen. Tipp: Nützlinge fördern und Pfl anzen nicht überdüngen, denn weiches Pfl anzengewebe durch zu hohe Stickstoffgaben ist ein Läuseleckerbissen. Sind die Sechsbeiner erst einmal da, hilft Abspritzen mit Wasser oder Abstreifen mit den Fingern. Auch das Entfernen ganzer Blätter mit Läusekolonien nützt enorm.
 
Erntezeit: Erdbeeren Bevor die Erdbeerernte beginnt, sollten junge Fruchtstände mit Stroh, grober Holzwolle, Holzhobelspänen oder auch schwarzer Folie unterlegt werden. Das hält Schnecken und Drahtwürmer fern und sorgt dafür, dass die Früchte trocken und sauber bleiben. Trotz dieser Maßnahmen kann bei ungünstiger Witterung Grauschimmel auftreten. Um eine Infektion der noch gesunden Früchte zu vermeiden, werden alle befallenen Früchte ebenfalls geerntet. Diese kommen in ein separates Gefäß und werden sorgfältig entsorgt. Bleiben die kranken Früchte im Quartier, entstehen neue Infektionsquellen. Die Ernte der reifen Erdbeerfrüchte erfolgt am günstigsten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Werden sie anschließend gekühlt, verlängert sich der Verwertungszeitraum der empfi ndlichen Früchte wesentlich.
 
Schnittzeit: Rosen  Damit Rosen nach dem ersten schnell den zweiten Flor bringen können, sollten die Blüten der Triebe nicht zu stark gekürzt werden. Die Blütenstiele werden nur bis zum ersten starken Auge abgeschnitten. Unansehnlich gewordenen Blüten werden rechtzeitig entfernt. Je länger diese nämlich an den Trieben bleiben, umso mehr verzögert sich der Austrieb der neuen Knospen. Bei remontierenden (mehrmals blühenden) Kletterrosen fördert das Ausschneiden der verblühten Blütenbüschel ebenfalls einen üppigen Nachfl or. Dabei auf die diesjährigen Langtriebe achten! Diese dürfen auf keinen Fall beschädigt oder zurück geschnitten werden. Der zweite Austrieb kann bei allen Rosen durch eine kräftige Düngergabe aus reifem Kompost oder organischen Rosendüngern aus dem Fachhandel gefördert werden. 
 
Gießzeit: Immergrüne In Trockenperioden benötigen besonders die im Frühjahr gepfl anzten immergrünen Gehölze ausgiebige Wassergaben. Die Pfl anzen sind im Juni gewöhnlich noch nicht sehr stark eingewurzelt und können das Bodenwasser aus der Umgebung schlecht nutzen. Besonders bei Containerpfl anzen mit festem Ballen ist das Gießen wichtig. Einmal völlig ausgetrocknet, nehmen die Ballen schwer wieder Wasser auf, was zum Absterben der Neupfl anzen führen kann. Rhododendren sind in dieser Hinsicht besonders empfindlich.
 
Saatzeit:  Küchenkräuter Viele Gewürzkräuter wie Dill und Bohnenkraut sind in jedem Stadium als Gewürz verwendbar. Sie können schon als Jungpfl anzen geerntet werden. Die Hauptsache ist, dass genügend angebaut wird. Auch im Juni können deshalb noch Folgeaussaaten von Dill, Gartenkresse und Kerbel erfolgen. So wächst laufend junges Grün dieser begehrten Gewürzkräuter für Dips, Creams und Salate.
 

Erntezeit: Erdbeeren

Bevor die Erdbeerernte beginnt, sollten junge Fruchtstände mit Stroh, grober Holzwolle,
Holzhobelspänen oder auch schwarzer Folie unterlegt werden. Das hält Schnecken und
Drahtwürmer fern und sorgt dafür, dass die Früchte trocken und sauber bleiben. Trotz dieser
Maßnahmen kann bei ungünstiger Witterung Grauschimmel auftreten. Um eine Infektion der
noch gesunden Früchte zu vermeiden, werden alle befallenen Früchte ebenfalls geerntet. Diese
kommen in ein separates Gefäß und werden sorgfältig entsorgt. Bleiben die kranken Früchte
im Quartier, entstehen neue Infektionsquellen. Die Ernte der reifen Erdbeerfrüchte erfolgt
am günstigsten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Werden sie anschließend
gekühlt, verlängert sich der Verwertungszeitraum der empfi ndlichen Früchte wesentlich.
 

Schnittzeit: Rosen

Damit Rosen nach dem ersten schnell den zweiten Flor bringen können, sollten die Blüten
der Triebe nicht zu stark gekürzt werden. Die Blütenstiele werden nur bis zum ersten starken
Auge abgeschnitten. Unansehnlich gewordenen Blüten werden rechtzeitig entfernt. Je länger
diese nämlich an den Trieben bleiben, umso mehr verzögert sich der Austrieb der neuen
Knospen. Bei remontierenden (mehrmals blühenden) Kletterrosen fördert das Ausschneiden
der verblühten Blütenbüschel ebenfalls einen üppigen Nachfl or. Dabei auf die diesjährigen
Langtriebe achten! Diese dürfen auf keinen Fall beschädigt oder zurück geschnitten werden.
Der zweite Austrieb kann bei allen Rosen durch eine kräftige Düngergabe aus reifem
Kompost oder organischen Rosendüngern aus dem Fachhandel gefördert werden.

Gießzeit: Immergrüne

In Trockenperioden benötigen besonders die im Frühjahr gepfl anzten immergrünen Gehölze
ausgiebige Wassergaben. Die Pfl anzen sind im Juni gewöhnlich noch nicht sehr stark
eingewurzelt und können das Bodenwasser aus der Umgebung schlecht nutzen. Besonders
bei Containerpfl anzen mit festem Ballen ist das Gießen wichtig. Einmal völlig ausgetrocknet,
nehmen die Ballen schwer wieder Wasser auf, was zum Absterben der Neupfl anzen führen
kann. Rhododendren sind in dieser Hinsicht besonders empfi ndlich.

Saatzeit: Küchenkräuter

Viele Gewürzkräuter wie Dill und Bohnenkraut sind in jedem Stadium als Gewürz verwendbar.
Sie können schon als Jungpfl anzen geerntet werden. Die Hauptsache ist, dass genügend
angebaut wird. Auch im Juni können deshalb noch Folgeaussaaten von Dill, Gartenkresse
und Kerbel erfolgen. So wächst laufend junges Grün dieser begehrten Gewürzkräuter
für Dips, Creams und Salate.

Mit dem schönen Wetter im Juni fallen leider auch Blattläuse über den Garten her. Sie schädigen nicht nurdurch ihre Saugtätigkeit, sondern können mit ihrem Speichel auch Pfl anzenkrankheiten wie das Tomatenmosaikvirus übertragen.  Nützlinge fördern und Pflanzen nicht überdüngen, denn weiches Pflanzengewebe durch zuhohe Stickstoffgaben ist ein Läuseleckerbissen. Sind die Sechsbeiner erst einmal da, hilft Abspritzen mit Wasser oder Abstreifen mit den Fingern.

Auch das Entfernen ganzer Blätter mit Läusekolonien nützt enorm.

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