März

Der Garten im März 

Nährstoffe und pH-Wert des Bodens prüfen
Für eine erfolgreiche Gartensaison jetzt den Boden sorgfältig vorbereiten und den pH-Wert gründlich überprüfen. Entnehmen Sie dazu an einigen Stellen im Garten Erdproben und verwenden sie zur Prüfung ein Indikatorpapier. Die Farbskala zeigt Ihnen den vorhandenen pH-Wert an: Für Gemüse ist ein pH-Wert von 6 bis 7,5 optimal. Ist der Boden zu sauer, sollte er mit kohlensaurem Kalk verbessert werden. Die Pflanzen können so Nährstoffe leichter aufnehmen
Stauden teilen und pflanzen Ist der Boden frostfrei, können im März Stauden gepflanzt werden. Die Teilung von Stauden erfolgt nur bei Pflanzen, die nicht im Frühjahr blühen. Frühjahrsblüher erst nach der Blüte oder im Herbst teilen. Die Zeit zum Umsetzen immergrüner und empfindlicher Pflanzen kommt erst im April. Gemüse Direktaussaat, Pflanzarbeiten und Jungpflanzenanzucht Gemüsebeete können bearbeitet werden, sobald der Boden etwas abgetrocknet ist und  nicht mehr schmiert. Im März werden im Garten Rote Rübe, Petersilie, Möhren, Spinat, Chicorée und Zwiebeln ausgesät. Frühkohl, Kopfsalat,                                                    Topinambur, Steckzwiebeln, Dicke Bohne sowie Spargel und Rhabarber kann man ins Freie pflanzen.
Ab Mitte März werden außerdem Frühkartoffeln vorgekeimt: Dazu werden die Pflanzkartoffeln nebeneinander in Steigen, Eierkartons oder Ähnlichem gelegt und bei 12 bis 15 °C etwa 4 Wochen lang hell vorgekeimt. Ab der zweiten Aprilwoche können sie gepflanzt werden. Bis Mitte Mai wird das Beet mit Folie oder Vlies abgedeckt und vor Frostnächten noch zusätzlich mit einem zweiten Vlies geschützt. Sobald die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind, wirdangehäufelt.

Tipp:  Wer Kartoffeln vorkeimt, verfrüht die nicht nur die Ernte um etwa 14 Tage, sondern steigert auch den Ertrag. Zur Verfrühung werden die Kartoffeln Anfang März einschichtig so in flache Kisten gelegt, dass der Teil mit den meisten Augen nach oben zeigt. Entscheidend ist genügend Licht, damit sich kurze, kräftige Keime entwickeln.

 

Batavia-Salat pflanzen
Als Eichblatt- und Bataviasalat werden interessante Varietäten des Pflücksalats bezeichnet. Wie der Name verrät, besitzt Eichblatt eichenblattförmige Blätter, die je nach Sorte rotbraun oder gelbgrün gefärbt sind. Blattbatavia, auch als ‚Lollo rossa’ oder ‚Lollo bianca’ bekannt, bilden dagegen kompakte, halbkugelige Pflanzen mit stark gekrausten Laubblättern. Auch davon gibt es rotbraune oder grüne Sorten. Wer bereits im Mai eigenen Salat ernten möchte, muss unter Glas oder Folie Jungpflanzen vorziehen oder diese beim Gärtner kaufen. Ab Mitte März können die Setzlinge im Schutz eines Folientunnels oder unter Vlies ausgepflanzt werden. Bei sonnigem Wetter darf das Lüften nicht vergessen werden. Leichte Minustemperaturen überstehen Salatpflanzen problemlos. Achtung: Salat ist eine beliebte Beute von Nacktschnecken. Hier sollte Vorsorge getroffen werden.

 


Speisezwiebeln stecken
Wer rechtzeitig große Zwiebeln ernten möchte, muss die Pflanzzwiebeln bereits im März stecken. Entscheidend für den Anbauerfolg ist die Größe der Zwiebeln, sie sollten nur Haselnussgröße haben. Je größer die Steckzwiebel, umso eher besteht die Gefahr, dass die Pflanzen schießen (vorzeitig blühen) und keine Zwiebel ausbilden. ie Zwiebeln werden nur einen Zentimeter tief gesteckt, so dass der Zwiebelhals noch zu sehen ist. Für zehn Quadratmeter Beetfläche benötigt man etwa 0,5 bis 0,7 kg Pflanzgut. Zwiebeln stellen hohe Ansprüche an das Erdreich. Sie gedeihen am besten auf sandigen Böden mit hohem Humusgehalt, die im Frühjahr beizeiten abtrocknen. Zwiebeln mögen keinen frischen Stalldung, ebenso wenig umgegrabene Beete. Grubbern und sorgfältiges Harken bzw. Rechen reichen völlig aus.

 


Erdbeeren ausputzen
Im März werden die Erdbeerbeete auf die Saison vorbereitet: Ausputzen, Lockern und Düngen sind angesagt. Alle vertrockneten, verfaulten oder verfärbten Laubblätter werden entfernt und vernichtet, weil an ihnen oft Krankheitserreger überwintert haben, besonders Botrytis, der Erreger der Grauschimmelfäule. Liegt noch Mulch auf den Beeten, wird dieser vorsichtig und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. Dabei kann gleich gedüngt werden. Je Quadratmeter Erdbeerbeet werden drei bis fünf Liter Kompost und danach ein geeignetes Mulchmaterial, etwa Stroh oder Laub, aufgebracht. Wird Rohkompost als Mulchmaterial verwendet, kann der Dünger eingespart werden. Dann sollte aber während der Fruchtbildung eine zusätzliche geeignete Deckschicht auf die Beete ausgebracht werden, um die Früchte vor Nässe und Verschmutzung zu schützen.

 


Stauden pflanzen und teilen
Ende März kann mit dem Pflanzen von spätblühenden Stauden begonnen werden. Dazu gehören Glatt- und Raublattastern, Herbstanemone, Fetthenne oder Herbsteisenhut. Auch alte Pflanzen werden jetzt geteilt und umgepflanzt. Das Teilen fördert das Wachstum und garantiert eine reiche Blüte. Im Frühjahr blühende Stauden wie Gemswurz, Frühlingsplatterbse oder Leberblümchen werden erst im Spätfrühling geteilt, sonst ist ihre Blüte gefährdet. Beim Teilen geht man beherzt vor, oft hilft ein Stich mit dem Spaten. Jedes Teilstück sollte einen gesunden mehrtriebigen Kopf haben. Die Rhizome und Wurzeln der Stauden werden sorgfältig von Wurzelunkräutern wie Quecke und Winde befreit. Da auch Stauden unter Bodenmüdigkeit leiden, ist ein neuer Platz für gesundes Wachstum sehr wichtig. 

Nach oben