November


Wasserbehälter im Winter leeren
Regentonnen, Vogeltränken und andere Wasserbehälter sollten jetzt vollständig geleert werden, damit sie bei starken Frösten nicht leiden und eventuell undicht werden. Gefäße, die nicht fest mit dem Boden verankert sind, werden am besten umgedreht. An Betonbecken und solchen aus Mauerwerk kann Wasser bei starkem Frost großen Schaden anrichten. Auch diese werden entleert und den Winter über wasserdicht abgedeckt. Eine Ausnahme bilden große Fischbecken und -teiche mit einer Wassertiefe von mindestens 80 cm. Hier sorgen Sie mit einem Bündel Schilfrohr oder zusammengebundenen Zweigen für eisfreie Stellen.

Kräuter winterfest machen
Mediterrane Garten- und Küchenkräuter wie Oregano, Salbei, Estragon und Thymian überstehen den Winter gut im Garten. Sie sollten Ihnen das aber erleichtern und für ausreichend Winterschutz sorgen. Etwas Laub um die Büsche gehäuft, ist bereits ein guter Schutz. Für stärkere Minusgrade sollten Sie Nadelreisig bereithalten, mit dem die Pflanzen bei Bedarf locker abgedeckt werden. Petersilie kommt auch ohne Abdeckung über den Winter. Sie kann aber länger geerntet werden, wenn die Beete vorsichtig mit Vlies abgedeckt werden. Sollten Stangen der Wurzelpetersilie übrig sein, können sie diese eintopfen und zum Austreiben in die Wohnung stellen.

Als Lagergemüse eignen sich jeweils die späten Sorten von Möhren, Weißkohl, Porree, Sellerie und anderen Gemüsearten. Geerntet wird an einem trockenen Tag. Nur reifes, gesundes und unverletztes Gemüse wird eingelagert - verletztes Gemüse wird gleich verarbeitet und eventuell haltbar gemacht (gleich trocknen, einwecken, einfrieren etc.). Für die Gemüselagerung werden Verschmutzungen mit einer Bürste entfernt, das Gemüse wird jedoch nicht gewaschen. Zum Einlagern oder Einschlagen können Mieten, kühle Keller, Frühbeetkästen (wenn sie an frostfreien Tagen gut gelüftet werden) und ähnliche Möglichkeiten genutzt werden. Optimal sind Lagertemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und eine hohe Luftfeuchtigkeit um 95 %.

Clematis vor Frost schützen
Großblütige Waldreben-Sorten (Clematis) sollten vor starken Frösten geschützt werden. Obwohl die meisten Sorten und Hybriden winterhart sind, empfiehlt sich Winterschutz in rauen Lagen und dort, wo sie starken Winden ausgesetzt sind. Als Winterschutz genügt bis zu einer Höhe von 1,20 m locker angebrachtes Nadelreisig. Sie frieren dann nicht bis zum Boden zurück.

Ernten Sie noch vorhandenes Gemüse und freuen Sie sich auf herbstliche Küchenerlebnisse.

Bei Bedarf können die Beete (wie auf dem Acker in der Landwirtschaft) nun grob umgestochen werden. Die winterliche Witterung und vor allem Frost sorgen dafür, dass die blanken Erdschollen klein und mürbe gemacht werden. Im Frühjahr ist der Boden dann feinkrümeliger und besser zu bestellen (Stichwort „Frostgare“).

Im November freuen sich Beete über frisch ausgebrachten Kompost oder Mist.

Falls noch nicht geschehen, legen Sie ein Winterlager für Obst und Gemüse an und kontrollieren regelmäßig die sachgemäße Lagerung sowie den Zustand.Petersilie und Schnittlauch lassen sich jetzt in Anzuchtstöpfen vorziehen und anschließend im Gewächshaus oder Frühbeetkasten einsenken.

Bei Schneefall sollten Sie Wintergemüse wie Porree, Rosenkohl und Grünkohl mit Vlies abdecken. So können Sie auch bei einer dichten Schneedecke noch bequem ernten.

Alpenveilchen richtig pflegen
Alpenveilchen (Cyclamen) sind nicht für warme Räume geeignet. Sie wollen hell und kühl stehen, sonst entwickeln sich keine Knospen bis zur Blüte, die Blätter werden gelb und die Pflanzen unansehnlich. Schließlich gehen sie ein. Im mäßig warmen Zimmer (maximal 15°C) blühen sie am hellen Fenster monatelang. Beim Gießen darf kein Wasser zwischen die Blüten- und Blattstiele geraten, sonst tritt schnell Grauschimmelfäule (Botrytis) auf. Am besten wird in den Untersetzer gegossen und das überschüssige Wasser nach einer Stunde entfernt. Cyclamen mögen keine dauernassen Substrate.

Rosen schneiden
Edel-, Beet und Zwergrosen sollten vor dem Winter nicht zu kräftig zurückgeschnitten werden. 50 cm der Triebe sollten mindestens stehen bleiben, damit beim Zurückfrieren in rauen Wintern noch genügend Holz zum Austreiben bleibt. Anschließend werden die Pflanzen angehäufelt, um die Veredlungsstelle vor Frost zu schützen. Die Sträucher werden zusätzlich mit Nadelreisig locker abgedeckt. Kletter- und Strauchrosen werden grundsätzlich erst im Frühjahr geschnitten und das nur bei Bedarf. Sie werden aber angehäufelt. Nur Wildrosen können im Allgemeinen auf Winterschutzmaßnahmen verzichten.

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