Oktober

Folgendes können Sie zum Pflanzenschutz im Oktober tun:

• Sammeln Sie die herbstlichen Abfälle für die Kompostierung! Faustregeln zur Erinnerung: Unterschiedliches Material sammeln, zerkleinern, mischen und lagenweise locker aufsetzen. Dazwischen ein wenig Algenkalk, Gesteinsmehl oder Hornspäne und Grobkompost streuen.

• Den fertigen Komposthaufen mit Laub, Stroh oder Gras abdecken. Kompost muss locker und feucht sein. Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme sind wichtig für eine harmonische Rotte.

• Kranke Früchte und Blätter regelmäßig auflesen und entsorgen. Auch in den Bäumen dürfen keine verschrumpelten Fruchtmumien hängen bleiben. Es sind Winterquartiere für verschiedene Pilzsporen. Im nächsten Frühjahr ist der Weg für eine neue Infektion sehr kurz.

• An Obstbäumen könnten Sie jetzt einen Baumanstrich (z. B. Preikopact, Bio-Baumanstrich u. a.) anbringen. Ein Baumanstrich pflegt die Rinde und bewahrt deren natürliche Elastizität. Entfernen Sie an einem frostfreien, trockenem Tag zuerst lockere Rindenteile, Flechten und Moose mit einer Drahtbürste o.ä. von Stamm und Ästen. Danach wird der Baumanstrich mit einem dicken Pinsel auf die Rinde aufgetragen. Preikopact z. B. kann so dünn angerührt werden, dass es mit einer Spritze mit „Bio-Düse“ auch auf die Äste gespritzt werden kann. In dieser Form könnten Sie auch die Beerensträucher mit einem Anstrich versorgen.

• Denken Sie auch an Futterstellen und Winterquartiere für Ihre Helfer im Garten. Lassen Sie in einer stillen Gartenecke einen Hügel aus Ästen und Blättern als Unterschlupf für den Igel liegen. Laub zwischen den Stauden dient als leichter Winterschutz und als Nahrungsquelle für Regenwürmer. Sie ziehen die Blätter nach und nach in die Erde und verarbeiten sie. Die Vögel freuen sich über nicht abgeschnittene Samenstände.

 
 
Tipp: Wer Singvögel im Garten unterstützen möchte, kann schon jetzt neue Nistkästen aufhängen. Diese dienen 
verschiedenen Höhlenbrütern bereits im Winter als Nachtquartier. Wichtig: Das Flugloch sollte entgegen der 
Hauptwetterrichtung nach Südosten oder Osten zeigen. Auch Fledermäuse oder Siebenschläfer (beide Säuger stehen unter Naturschutz) benutzen Nistkästen im Garten gern als Quartier für den Winterschlaf.
 
Knollensellerie lagern
Knollensellerie wächst zwar bis in den Oktober hinein, sollte jedoch vor dem Auftreten erster 
Fröste geerntet werden. Da die Knollen zum Teil über dem Boden stehen, leiden diese bereits 
bei wenigen Graden unter Null. In gefrorenem Zustand darf der Sellerie nicht geerntet werden. Beim Ernten dürfen weder die Knollen noch die Herzblätter beschädigt werden. Dazu 
wird mit der Grabegabel ausreichend tief unter die Knolle gestochen und diese aus dem Boden gehoben. Alle anhaftenden Erdreste werden vorsichtig abgeschüttelt. Der Sellerie sollte 
nicht zu lange mit Laub liegen bleiben, denn die Blätter entziehen der Knolle Feuchtigkeit, so 
dass diese welkt. Deshalb werden die Blätter bis auf die Herzblätter vorsichtig mit der Hand 
und die Wurzeln mit einem scharfen Messer eingekürzt. So vorbereit werden die Knollen im 
Keller in Sand oder in eine mit Stroh geschützte Erdmiete im Garten eingelagert.
 
Quitten ernten
Quitten gehören zu den letzten Früchten im heimischen Saisonkalender. Geerntet wird Mitte 
Oktober, wenn der erste Fruchtfall einsetzt. Für die Verarbeitung der Früchte zu Gelee und 
Kompott dürfen sie nicht zu reif geerntet werden, weil sonst das in den Früchten vorhandene 
Pektin zu stark abgebaut ist und deshalb die Gelierwirkung nachlässt. Zu späte Ernte oder 
zu lange Lagerung der Früchte erhöht die Gefahr von Fleischbräune. Birnenquitten reifen in 
der Regel früher als Apfelquitten. Fallobst und beschädigte Früchte sollten sofort verbraucht 
werden, da sie trotz ihrer Härte schnell faulen. Gesunde, knapp reif geerntete Früchte lassen 
sich bis zwei Monate lagern, allerdings separat von anderen Früchten, weil diese durch das 
starke Aroma der Quitten beeinträchtigt würden. Ein paar Quitten in der Obstschale verströmen einen angenehmen Duft in Wohnräumen.
 
Ziersträucher pflanzen
Die beste Pfl anzzeit für Laub abwerfende Ziersträucher ist Mitte Oktober. Die Sträucher 
entwickeln dann bis zum Eintritt stärkerer Fröste noch so viele Faserwurzeln, das im kommenden Frühjahr sofort das Wachstum einsetzt. Bodenvorbereitung und Düngung sind 
bei Ziersträuchern genauso wichtig wie bei Obstgehölzen. Wichtig beim Pfl anzen sind das 
Feuchthalten der Wurzeln bis zur Pfl anzung, festes Anpfl anzen (Antreten) und gründliches 
Wässern, damit die Wurzeln sofort guten Kontakt zum Erdreich erhalten. Eine dicke Mulchdecke aus Rohkompost schützt vor frühen Frösten und hält den Boden feucht.
 
Kübelpfl anzen einräumen
Kübelpfl anzen müssen rechtzeitig ins Winterquartier geräumt werden. Auch Arten, die 
kurzfristige Nachtfröste bis minus 5°C vertragen wie etwa Bleiwurz, Aukube, Oleander, Myrte 
oder Zwergpalme sollten schon jetzt an geschützte Stellen im Freien platziert werden, bis 
strengere Fröste und Dauerniederschläge eine Aufenthalt im Winterquartier notwendig 
machen. Dort stehen Kübelpfl anzen besser kühl und hell, als warm und dunkel. Generell 
gilt, dass die Pfl anzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten. Die Triebe können 
so besser ausreifen. Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren 
für die Pfl anzen nicht optimal. Deshalb sollte der Aufenthalt im Winterquartier so kurz wie 
möglich sein. Vorher werden die Pfl anzen auf Schädlingsbefall untersucht. Gegossen wird 
vorsichtig und höchstens einmal wöchentlich.
 
 
Knollensellerie lagern Knollensellerie wächst zwar bis in den Oktober hinein, sollte jedoch vor dem Auftreten erster Fröste geerntet werden. Da die Knollen zum Teil über dem Boden stehen, leiden diese bereits bei wenigen Graden unter Null. In gefrorenem Zustand darf der Sellerie nicht geerntet werden. Beim Ernten dürfen weder die Knollen noch die Herzblätter beschädigt werden. Dazu wird mit der Grabegabel ausreichend tief unter die Knolle gestochen und diese aus dem Boden gehoben. Alle anhaftenden Erdreste werden vorsichtig abgeschüttelt. Der Sellerie sollte nicht zu lange mit Laub liegen bleiben, denn die Blätter entziehen der Knolle Feuchtigkeit, so dass diese welkt. Deshalb werden die Blätter bis auf die Herzblätter vorsichtig mit der Hand und die Wurzeln mit einem scharfen Messer eingekürzt. So vorbereit werden die Knollen im Keller in Sand oder in eine mit Stroh geschützte Erdmiete im Garten eingelagert.
 
Quitten ernten Quitten gehören zu den letzten Früchten im heimischen Saisonkalender. Geerntet wird Mitte Oktober, wenn der erste Fruchtfall einsetzt. Für die Verarbeitung der Früchte zu Gelee und Kompott dürfen sie nicht zu reif geerntet werden, weil sonst das in den Früchten vorhandene Pektin zu stark abgebaut ist und deshalb die Gelierwirkung nachlässt. Zu späte Ernte oder zu lange Lagerung der Früchte erhöht die Gefahr von Fleischbräune. Birnenquitten reifen in der Regel früher als Apfelquitten. Fallobst und beschädigte Früchte sollten sofort verbraucht werden, da sie trotz ihrer Härte schnell faulen. Gesunde, knapp reif geerntete Früchte lassen sich bis zwei Monate lagern, allerdings separat von anderen Früchten, weil diese durch das starke Aroma der Quitten beeinträchtigt würden. Ein paar Quitten in der Obstschale verströmen einen angenehmen Duft in Wohnräumen.
 
Ziersträucher pflanzen Die beste Pfl anzzeit für Laub abwerfende Ziersträucher ist Mitte Oktober. Die Sträucher entwickeln dann bis zum Eintritt stärkerer Fröste noch so viele Faserwurzeln, das im kommenden Frühjahr sofort das Wachstum einsetzt. Bodenvorbereitung und Düngung sind bei Ziersträuchern genauso wichtig wie bei Obstgehölzen. Wichtig beim Pfl anzen sind das Feuchthalten der Wurzeln bis zur Pfl anzung, festes Anpfl anzen (Antreten) und gründliches Wässern, damit die Wurzeln sofort guten Kontakt zum Erdreich erhalten. Eine dicke Mulchdecke aus Rohkompost schützt vor frühen Frösten und hält den  Boden feucht.
 
Kübelpflanzen einräumen Kübelpfl anzen müssen rechtzeitig ins Winterquartier geräumt werden. Auch Arten, die kurzfristige Nachtfröste bis minus 5°C vertragen wie etwa Bleiwurz, Aukube, Oleander, Myrte oder Zwergpalme sollten schon jetzt an geschützte Stellen im Freien platziert werden, bis strengere Fröste und Dauerniederschläge eine Aufenthalt im Winterquartier notwendig machen. Dort stehen Kübelpfl anzen besser kühl und hell, als warm und dunkel. Generell gilt, dass die Pfl anzen so spät wie möglich hereingeholt werden sollten. Die Triebe können so besser ausreifen. Außerdem sind die Klimabedingungen in den meisten Winterquartieren für die Pfl anzen nicht optimal. Deshalb sollte der Aufenthalt im Winterquartier so kurz wie möglich sein. Vorher werden die Pfl anzen auf Schädlingsbefall untersucht. Gegossen wird vorsichtig und höchstens einmal wöchentlich.
 
Lauch ernten Vom Porree (Lauch) wird nur so viel geerntet, wie in absehbarer Zeit verbraucht wird. Dazu werden nach dem Roden die Wurzeln und auch das Laub etwas eingekürzt und die Stangen in feuchten Sand eingeschlagen. Der Rest des Lauchs bleibt im Beet stehen, denn Porree ist winterhart, wenn die entsprechenden Sorten (z. B. ‚Blaugrüner Winter‘) gepfl anzt wurden. Bedecken Sie den Boden zwischen den Lauchstangen mit grob verrottetem Kompost oder einer Mulchschicht. So friert die Bodenoberfl äche nicht so schnell durch und die Ernte im Winter geht leichter von statten.
 
 
Kräuter schützen Im August zurück geschnittener Lavendel und Salbei bekommen in den letzten Oktobertagen Winterschutz. Zwischen den Pfl anzen wird der Boden fünf bis sechs Zentimeter hoch mit grobem Kompost, Mulch oder einer Schicht Laub bedeckt. Anschließend kommt eine Lage Nadelreisig auf die Pfl anzen. Auch bei Thymian ist ein guter Winterschutz unbedingt nötig, weil er sonst besonders in schneearmen, sonnigen Wintern eingeht. Darum werden auch Thymianpfl anzen sorgfältig mit Reisig abgedeckt. Liebstöckelwurzeln (Maggikraut) sind ein hervorragendes Würzmittel. Vor dem Gebrauch müssen diese jedoch ausgegraben und getrocknet werden. Günstig ist, diese Arbeit mit dem Teilen und Verpfl anzen dieser üppig werdenden Stauden zu verbinden. Die Wurzeln werden gereinigt, in Streifen geschnitten und am besten auf einem Faden aufgereiht an luftiger Stelle getrocknet.
 
Gehölze kaufen Der Oktober ist der beste Monat zum Pfl anzen von Obstgehölzen. Nur in nassen Böden sollte damit bis zum Frühjahr gewartet werden. Beim Kauf der Jungbäume muss man beachten, wieviel Platz der Baum im tragfähigen Alter beansprucht. Nicht selten kommt es nach Jahren zu Überraschungen. Außerdem ist nicht jede Obstsorte für jede Gegend geeignet. Ein Blick in die Nachbargärten verrät, welche Sorten am Standort gut gedeihen und optimale Erträge bringen. Obstgehölze sollten immer in einer Baumschule gekauft werden. Das Personal dort berät fachkundig bei Größe, Erziehungsform, Sorte und Unterlage. Man sollte nur gute Qualität einkaufen, auch wenn die etwas teurer ist. Dadurch wird gewährleistet, dass die Bäume gut anwachsen und bereits die zu einem gesunden Aufbau nötige Krone haben.
 
Rosen pflanzen Auch Rosen können im Oktober problemlos gepfl anzt werden, wenn einige Schutzmaßnahmen beachtet werden. Ende Oktober gepfl anzte Rosen bilden bereits neue Wurzeln, bevor der Boden durchfriert. Darum treiben sie im Frühjahr auch stärker aus, als im neuen Jahr gepfl anzte. Busch- und Beetrosen werden so tief gepfl anzt, dass die Veredlungsstelle mit Erde bedeckt ist. Festes Antreten und anschließendes Wässern gewährleisten ein sicheres Einwachsen. Vor dem Pfl anzen werden alle verletzten Wurzeln mit einem scharfen Messer eingekürzt, nach dem Pfl anzen auch die oberirdischen Triebe, aber nur um ein Viertel ihrer Länge. Den normalen Rückschnitt bis auf wenige Augen wird im Frühjahr erledigt, da ein Teil des Holzes im Winter zurück frieren kann.

 

Tipp: So ungern man im Oktober noch einmal in die Gartensachen schlüpft: jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um laubabwerfende Hecken zu pflanzen. Diese Gehölze befinden sich nun in einer Ruhephase und vertragen das Neupflanzen besonders gut. Außerdem sind so genannte wurzelnackte Pflanzen die preiswertesten im Einkauf. Hainbuche, Liguster und viele Blütengehölze gehören dazu. Es lohnt sich also, im Oktober noch einmal „in die Hände zu spucken“.

 

 

 

Möhren ernten Die für den Winterverbrauch bestimmten Möhren werden in der zweiten Oktoberhälfte aus dem Boden genommen. Dazu verwendet man am besten eine Grabegabel. Beim Ernten beschädigte Möhren werden aussortiert. Das Möhrenkraut darf nicht abgeschnitten, sondern es muss abgedreht werden, weil sonst die Köpfe der Möhren leicht faulen. Die geernteten Möhren werden am besten in einer Erdmiete im Freien oder in feuchtem Sand im Keller aufbewahrt. Erdmieten werden nur 10 bis 15 cm tief ausgehoben und später mit trockenem Stroh und einer Erdschicht abgedeckt. Wichtigste Maßnahme ist der Schutz der Möhren vor Mäusefraß mit Hilfe eines Drahtgeflechts.

Süßkirschen pflanzen Süßkirschen lieben sonnige und trockene Plätze im Garten. Muss ein alter Apfelbaum gerodet werden, kann an seiner Stelle eine Kirsche gepflanzt werden. Möglich ist dies inzwischen auch in kleinen Gärten durch moderne, schwach wachsende Unterlagen. Standardunterlage „Gisela 5“ vermindert das Wachstum der lichthungrigen Kirschbaumriesen von einst um 60 Prozent.  Außerdem existieren die ersten selbstfruchtenden Süßkirsch-Sorten wie ‚Lapins’, ’Stella’ und ‚Sunburst’, sodass keine Befruchtersorte gepflanzt werden muss. Trotz breiter Sortenpalette geht der Trend eindeutig zu großfrüchtigen, dunkelroten bis schwarzen Kirschen. Süßkirschen sind das früheste Baumobst im Garten. Sie lieben warme, durchlüftete, nicht zu schwere Böden.

Rosen winterfest machenEnde Oktober erhalten alle Rosen – auch die neu gepflanzten – einen Winterschutz. Auch bei älteren Rosen werden die Trieb nicht komplett zurückgeschnitten, sondern nur etwas gekürzt. So wird ein vollständiges Zurückfrieren der Triebe in kalten Wintern vermieden. Der endgültige Rückschnitt erfolgt im Frühjahr. Buschrosen werden angehäufelt, um die Veredlungsstelle mit Erde zu bedecken und so vor Frösten zu schützen. Dazu verwendet man am besten Komposterde und nicht die Erde unmittelbar aus dem Beet. Die Hügel bzw. Haufen müssen so hoch sein, dass die Rose etwa 15 cm über dem Erdniveau bedeckt ist. Vor strengen Kahlfrösten schützten zusätzlich Zweige von Nadelgehölzen (Fichte, Kiefer), die lose um die Rosentriebe drapiert werden.

Dahlienknollen rodenDahlienknollen werden nach dem ersten Frost aus dem Boden genommen. Sie dürfen beim Ausgraben nicht verletzt werden, weil sie sonst faulen. Darum wird zum Roden eine Grabegabel verwendet. Die Erde zwischen den Knollen wird entfernt, alle oberirdischen Teile werden bis auf 10 cm zurückgeschnitten und sämtliche Blattreste entfernt. Die Knollen werden in einem luftigen, trockenen und frostfreien Raum überwintert. Nur gut abgetrocknete Knollen überstehen den Winter schadlos. Die Dahlienknollen können in Obstkisten in einem trockenen Torf-Sand-Gemisch eingelagert werden. Eine zweite Möglichkeit ist das Aufstapeln der Knollen zu Pyramiden, wobei die Knollenhälse frei belieben müssen. Regelmäßige Kontrolle sowie häufiges Lüften des Winterlagers vermeidet Ausfälle durch Infektion mit Fäulniserregern.

Tipp: Größere Solitärgräser  wie das Pampasgras (Cortaderia) werden vor dem Winter im  oberen Bereich locker zusammengebunden. Die Pflanzen erhalten gleichzeitig etwas Kompost, der Wurzel- und Herzbereich wird mit einer dicken Laubschicht vor strengen Frösten geschützt. So kommen die etwas empfindlichen Strukturstauden gut über den Winter.

Kohlrabi erntenDer für den Winterverbrauch vorgesehene Spätkohlrabi sollte vor den ersten stärkeren Frösten geerntet werden. Dabei wird alles Laub bis auf die jüngsten Herzblätter entfernt. Die Strünke werden kurz unter der Knolle abgeschnitten. So vorbereitet, kann der Kohlrabi in einer Erdmiete im Garten für den Winterverbrauch gelagert werden. Da Erdmieten etwas aufwändig herzurichten sind, und vor allem vor Mäusen geschützt werden müssen, bietet sich auch die Lagerung in einem kühlen Keller an. Dort wird der geerntete Kohlrabi in feuchten Sand oder in feuchte Erde eingeschlagen. Wichtig hierbei: Die Strünke bleiben samt Wurzeln an der Knolle. Das Einschlagsubstrat darf nicht austrocknen und sollte deshalb öfter auf seinen Feuchtigkeitsgehalt geprüft werden.

Quitten ernten Mitte Oktober reifen die Quitten. Wenn der Fruchtfall einsetzt oder die gelbe Schale der Früchte aufhellt, kann geerntet werden. Erfolgt die Ernte zu spät oder werden die Früchte zu lange gelagert, erhöht sich die Gefahr der Fleischbräune, verbunden mit starkem Aromaverlust. Die Fleischbräune ist eine Stoffwechselstörung der Quitte ähnlich der Stippe beim Apfel. Birnenquitten reifen in der Regel früher als Apfelquitten. Fallobst und beschädigte Früchte sind sofort zu verbrauchen, da sie trotz ihrer Härte schnell faulen. Alle gesunden Früchte sollten vor dem Verbrauch noch 2 bis 3 Wochen lagern, das erleichtert ihre Weiterverarbeitung und erhöht das Fruchtaroma.

Strauchobst pflanzen Der Oktober ist Hauptpflanzzeit für Strauchbeerenobst. Beerenobst gehört in jeden Garten. Seine Vorteile sind geringer Platzbedarf, schneller Ertragsbeginn, hohe Ertragssicherheit sowie eine breite Sortenwahl. Stachel- und Johannisbeeren sind bei relativ geringen Pflegeansprüchen am ertragreichsten. Weiße Johannisbeeren sind gegenüber ihren strenger schmeckenden roten und schwarzen Verwandten süßer und daher als Naschfrüchte bei Kindern beliebt. Strauchbeerenobst wird oft als Stämmchen gezogen angeboten. Stämmchen erleichtert Ernte und Pflege, bringen aber einen geringeren Ertrag als die Strauchkultur. Besonders für Stachelbeeren sind Stämmchen zu empfehlen. Schwarze Johannisbeeren eignen sich weniger gut. Ihr starker Wuchs verursacht kopflastige, instabile Kronen. Häufige Astbrüche beschleunigen ein vorzeitiges Absterben.

Rosen pflanzen Rosen, die bereits im Oktober gepflanzt werden, treiben früher aus. Sie bilden bereits neue Wurzeln, bevor der Boden durchfriert. Dadurch treiben sie im Frühjahr stärker aus als im März oder April gepflanzte und blühen auch circa zehn Tage früher. Der Boden sollte zur Pflanzung gut vorbereitet werden, da Rosen lange am Standort bleiben. Günstig ist eine zwei Spaten tiefe Lockerung und gute Humusversorgung durch kräftige Beigabe guten Komposts oder verrotteten Stalldungs. Vor dem Pflanzen werden die Wurzeln etwas eingekürzt und die oberirdischen Teile stark zurückgeschnitten. An jedem Trieb bleiben 3 bis 5 Augen stehen. Bei Kletterrosen werden die Triebe auf 8 bis 10 Augen zurückgeschnitten. Der Pflanzabstand für Buschrosen sollte etwa 30 bis 40 cm betragen. Regemäßiges kräftiges Wässern fördert die Bildung vieler Faserwurzeln noch im Herbst, was einem kräftigen Austrieb im Frühjahr bewirkt. Anhäufeln und lockeres Abdecken mit Nadel-Reisig sind geeignete Maßnahmen gegen Frostschäden.

• Spinat: Jetzt ist es an der Zeit, Spinat zu ernten. Um geringe Nitratwerte zu erzielen, sollte die Ernte an einem späten sonnigen Vormittag erfolgen. Dabei auf wenig Stielanteil achten.

• In der ersten Monatshälfte reifen die letzten späten Kartoffeln. Graben Sie diese bei trockenem Wetter aus.

• Fast täglich können sie noch Feingemüse wie Fenchel und Brokkoli ernten und die letzten Pflücksalate, Gurken, Paprika und Tomaten -– so lange der Vorrat reicht.

• Schneiden Sie die letzten Tomaten mit den Stängeln vor der ersten Frostnacht ab und hängen die Büschel in einem Vorratsraum oder in der Küche auf. Die Tomaten reifen langsam nach und liefern noch im Winter rote Früchte. Für Suppen und Soßen eignen sie sich noch ganz gut.

• Ernten Sie vor dem ersten Nachtfrost (oder kurz danach!) die letzten, hartschaligen Zucchini und Kürbisse. In einem kühlen, frostfreien Raum halten sich die Zucchini wochenlang frisch, oft sogar bis in den Januar hinein. Auch der Kürbis kann noch eine Weile, bis zu seiner endgültigen Verarbeitung, im kühlen Vorratsraum liegen.

• Es gibt die ersten Kostproben von Endivien und Zuckerhut, Rote Bete, Schwarzwurzeln und Rettich. Auch die späten Radieschen und Möhren sind jetzt reif für die Küche.

• Alle Gemüse und Salate, die im Herbst ausreifen, sollten so lange wie möglich im Freien bleiben. Erst wenn wirklich starker Nachtfrost droht, holen Sie Möhren, Sellerie, Rote Bete, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Chinakohl und Endivien in den Keller. Frischer und saftiger bleiben sie allerdings in Erdmieten oder im geschützten Frühbeet-Einschlag.

• Auch Schwarzwurzeln können unbeschadet im Beet bleiben und bei Bedarf frisch ausgegraben werden. Nur wenn der Boden hart gefroren ist, tritt eine Erntepause ein. Mit einer dicken, wärmenden Laub- oder Strohschicht kann die Erde frostfrei gehalten werden. Das gleiche gilt für die wohlschmeckenden Topinamburknollen.

• Brokkoli verträgt einige Grad Kälte. Oft kann man bis weit in den (milden) Winter hinein kleine Röschen ernten. Auch der Zuckerhutsalat und Radicchio bleibt so lange wie möglich auf dem Beet. Sie ertragen Frost bis -7°C.

• Lauch, Rosenkohl und Grünkohl verbringen den ganzen Winter im Freiland. Nur in sehr rauen Gegenden müssen Sie das Gemüse mit einer Reisigabdeckung schützen oder an einem günstigen Platz einschlagen.

Was ist sonst noch zu tun im Oktober?

• In der ersten Monathälfte können Sie noch Knoblauchzehen und Wintersteckzwiebeln in die Erde stecken.

• Bei Trockenheit sollten Sie alle Salate, die späten Kohlsorten und andere Wintergemüse auf den Beeten wässern.

• Hügelbeet anlegen: Vor dem Winter bietet es sich an ein Hügelbeet anzulegen. Alle Abfälle aus dem Garten, wie Schnittgut und Erntereste, finden so eine sinnvolle Verwendung.

• Zwischen Spinat, Feldsalat und Zichoriensalaten harken Sie die Reihen leicht durch und zupfen eventuell aufgegangenes Unkraut heraus.

• Legen Sie zwischen den Reihen aus den reichlich vorhandenen organischen Gartenabfällen eine Mulchdecke an; dadurch bleibt der Boden locker, feucht und unkrautfrei.

• Für Aussaaten ist es jetzt schon zu spät. Den rechtzeitig ausgesäten Winterkopfsalat sollten Sie jetzt in tiefe Furchen auf einem Beet auspflanzen. Wenn es friert, müssen die Pflänzchen mit Tannenreisig abgedeckt werden.

• Ältere Rhabarberpflanzen teilen: Alle acht Jahre sollte man Rhabarberpflanzen teilen. Dazu werden nach dem Vergilben der ersten Blätter die Stiele knapp über dem Boden abgeschnitten. Die Rhizome am besten mit einem scharfen Spaten zerteilen, sodass jeweils noch zwei bis drei Blattansätze vorhanden sind. Beim Einpflanzen auf einen gelockerten Boden und reichlich Kompost achten.

 

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