September

• Am Wein die Triebe zu Monatsbeginn nochmals entgeizen, damit die Trauben reichlich Licht und Sonne bekommen. Frühreifende Sorten sollten Sie gegen unerwünschten Vogelfraß mit Netzen schützen.
• Bei Äpfeln reifen jetzt zum Beispiel Oldenburg, Cox Orange, Jakob Fischer und Orangenrenette.
• Bei den Birnen sind jetzt erntereif: Köstliche von Charneu, Tongern, Vereinsdechant, Gellerts Butterbirne, Conference und Gute Luise.
• Baumreife Früchte lösen sich nach leichtem Drehen oder Anheben gut vom Fruchtholz. Die Ernte sollte sorgfältig erfolgen, denn nur gesunde, unbeschädigte Früchte lassen sich lagern.
• Raum für die Obstlagerung vorbereiten, vor allem gründlich reinigen. Holzgestelle und Schubladen abbürsten oder mit Sodawasser waschen, nachspülen und gründlich trocknen lassen. Wenn keine Obsthorden vorhanden sind, im Supermarkt Flachsteigen besorgen. In einfachen Lagen hält das Obst viel besser und lässt sich auch leichter auf faule Früchte kontrollieren. Die faulen Früchte schnellstmöglich entfernen, damit sie die anderen nicht anstecken.
• Süße Pflaumen und Zwetschgen warten jetzt darauf, zu Kuchen verarbeitet oder eingekocht zu werden.
• Vergessen Sie auch nicht das wertvolle Wildobst wie Holunder, Ebereschen und Hagebutten. Aus ihnen lassen sich alleine, oder mit Birnen und Zwetschgen gemischt, köstliche Marmeladen zubereiten.
• Wenn Sie Obstbäume oder Beerensträucher pflanzen wollen, sollten Sie das möglichst im Spätherbst tun. Bäume und Sträucher haben einen Wachstumsvorsprung zu denen, die erst im Frühjahr gepflanzt werden. Ein weiterer Vorteil ist die größere Auswahl in den Baumschulen. Wenn Sie bestellen wollen, sollten Sie das bereits jetzt tun. Im übrigen, es gibt ausgezeichnete Versand-Baumschulen!
• Bereits jetzt können Sie die Pflanzgruben für Bäume und Pflanzstreifen für Beerenobst vorbereiten.
• Bei den Himbeeren, soweit noch nicht geschehen, alte Ruten dicht über dem Boden abschneiden. Jungtriebe auslichten, so dass pro Meter Pflanzreihe nur 8 bis 12 Pflanzen verbleiben.
• An den Brombeeren von den während des Sommers entstandenen Jungtrieben nur 4 bis 6 je Pflanze stehen lassen und aufbinden. Größere Seitentriebe, die an den jungen Ruten gewachsen sind, wegschneiden um ein Triebgewirr zu vermeide
Tipp: Heidekraut (Erica gracilis), das jetzt die Herbstsaison im Balkongarten einläutet, blüht lange, wenn es hell, luftig und immer feucht steht. Sind die Pflanzen einmal  ballentrocken geworden, welken Blätter, Blüten, Knospen, und ihre Schönheit ist vorbei. Im Zimmer verlieren die Pflanzen schnell ihre Farbe. Am besten eignet sich blühende Heide zum Bepflanzen von Balkonkästen und Kübeln auf der Terrasse. 
 
Zwiebellaub nicht niedertreten Die im aktuellen Gartenjahr gepflanzten und gesäten Zwiebeln sollten im Laufe des Septembers vollständig geerntet werden. Nach regenreichen Sommern ist das Laub der Zwiebeln oft noch grün, es kann nicht geerntet werden. Um die Reife der Zwiebeln zu beschleunigen, werden diese vorsichtig mit der Grabegabel angehoben. Dadurch zerreißt ein Teil der Wurzeln, die verminderte Wasserzufuhr leitet die Reifung ein. Das früher oft angewandte Niedertreten des Laubs im Sommer ist nicht empfehlenswert. Es führt zur Notreife, was die Lagerfähigkeit der Zwiebeln stark beeinträchtigt. Geerntet wird, wenn das Laub vollkommen eingetrocknet ist. Die geputzten Zwiebeln sollen vier bis sechs Wochen lang an einem trockenen, luftigen Ort nachreifen. Anschließend kommen sie ins endgültige Lager, das trocken und kühl – aber frostfrei – sein muss. 
 
Apfelernte – von Fall zu Fall Die Kernobsternte beginnt, wenn sich die Früchte leicht lösen lassen. Im Erwerbsgartenbau gibt es zahlreiche Messmethoden, um den optimalen Pflücktermin zu bestimmen. Im Garten muss einfacher entschieden werden: Als Zeichen für den Beginn der Pflückreife (Baumreife) gilt das erste Abfallen gesunder, nicht „madiger“ Früchte. In der Regel lassen sich dann die meisten Früchte durch Drehen mühelos vom Zweig ablösen. Bei Frühsorten kann ein etwas früherer Pflücktermin günstig sein, weil die Früchte dann weniger druckempfindlich sind. Der optimale Erntetermin ist nicht konstant, er kann nicht nach dem Kalender ermittelt werden. Die Reifefolge der verschiedenen Sorten untereinander bleibt dagegen relativ gleich – hier hilft ein Blick in Sortentabellen. Der optimale Termin für einer Sorte kann bis zu vier Wochen schwanken – je nach Witterung. Aber auch die Unterlage und die Anzahl der Früchte am Baum spielen eine Rolle.
 
Winterastern gründlich wässern Erst mit dem herb-frischem Duft der Winterastern hält der Herbst endgültig Einzug in die Gärten und protzt dabei noch mal mit voller Farbenpracht. Winterastern lieben einen Standort in voller Sonne, der jedoch nicht zu exponiert sein sollte. Sie brauchen auch im September noch viel Wasser und Nährstoffe. Ist der Herbst zu trocken, entwickeln sich die Blüten der spät blühenden Astern nicht richtig. Beim Gießen sollten die Blätter möglichst trocken bleiben, um eine Infektion mit Mehltau und anderen Pilzkrankheiten zu vermeiden. Um lange Freude an der Farbenpracht zu garantieren, benötigen hohe Sorten mit unzureichender Standfestigkeit eine Stütze. Winterastern eignen sich gut für den Schnitt und passen zu Sonnenhüten, Phlox, Gräsern, Silberkerze oder Goldrute.
 
Tulpen für die Winterblüte vorbereiten Niedrige Tulpensorten ergeben ab Januar schöne Zimmerpflanzen, wenn Ende September starke Zwiebeln in Töpfe gepflanzt werden. Dazu eignen sich vor allem frühe Sorten. Als Substrat wird sandige Komposterde verwendet. Die Töpfe sollten so groß sein, dass zwischen Zwiebeln und Topfrand ein fingerdicker Rand verbleibt. Die Zwiebeln werden nur zwei Drittel tief in die Erde gesetzt, einmal kräftig angegossen und im Freiland in den Boden versenkt. Auf die Topfoberfläche kommt eine ordentliche Schicht Sand. Ende November können die Tulpen wärmer gestellt, also ins Haus geholt werden. Ein geeigneter Standort ist ein kühler Kellerraum, da die Pflanzen immer noch dunkel stehen müssen. Regelmäßiges Wässern ist wichtig. Ende Dezember ist es dann soweit: Die Tulpen kommen an ihren endgültigen Standort im Zimmer. Je kühler dort die Temperaturen sind, desto länger blühen die Tulpen.

 

Tipp: Schon jetzt kann die Pflanzung von laubabwerfenden Gehölzen im Spätherbst vorbereitet werden. Welche Arten und Sorten sollen zum Einsatz kommen? Stimmen deren Ansprüche mit dem Standort (Boden, Niederschläge, Klima) überein? Bei der Auswahl sollte auch auf die endgültige Größe geachtet werden, um Grenzabstände oder Bestimmungen der Gartenordnung in Kleingärten einzuhalten. Schließlich können schon jetzt die Pflanzstellen vorbereitet werden, indem der Boden tiefgründig gelockert und mit Kompost oder Gesteinsmehl angereichert wird.

 

 

 

 

Feldsalat säen Der zur Frühjahrsernte bestimmte Feldsalat sollte bis spätestens Mitte September ausgesät werden. Wird später gesät, gehen die Pflänzchen zu klein in den Winter, was den Ertrag im Frühjahr wesentlich schmaler ausfallen lässt. Feldsalat gedeiht außer auf schweren Lehmböden auf jedem Gartenboden. Wichtig ist eine freie, sonnige Lage. Gesät wird in einem Reihenabstand von 15 cm und einer Saattiefe von 1,0 bis 1,5 cm. Die Saatmenge beträgt etwa 3 Gramm je Quadratmeter  Anbaufläche. Für den Feldsalat lassen sich auch frei gewordene Frühbeet nutzen. Sie bieten den Vorteil, auch bei Schnee und Frost ernten zu können.

Petersilie topfen Um im Winter laufend frische Petersilie ernten zu können, werden die Pflanzen jetzt in Töpfe gesetzt. Dazu kann gekrauste und glatte Blattpetersilie verwendet werden. Auch Wurzelpetersilie kann getopft werden, doch braucht es dafür größere und vor allem tiefere Töpfe. Für Blattpetersilie reichen Töpfe mit 12 cm Durchmesser, bei Wurzelpetersilie sollten es 14er Töpfe sein. In jeden Topf kommen möglichst viele Pflanzen. Der Abstand muss nicht mehr als 3 cm zu betragen. Die Pflanzen werden unter Schonung der Wurzeln aus dem Boden genommen und sofort eingetopft. Sie leiden bei langem Lagern an der Luft. Als Substrat kommt sandige Komposterde zum Einsatz. Die getopfte Petersilie bleibt bis zum Frostbeginn im Freien und wird dazu bis an den Topfrand in den Boden eingesenkt. Regelmäßiges Wässern ist ein Muss, das Substrat sollte anfangs nicht austrocknen.

Zwetschen ernten Ende September/Anfang Oktober ist Zwetschenzeit. Die verbreitetste Sorte ist die ‚Hauszwetsche’. Leider ist sie extrem anfällig für die Scharka-Virose, welche die Blätter und vor allem die Früchte befällt. Die leicht erkennbaren Symptome (pockenartige Verkrüppelungen, Verfärbungen) machen die Früchte für den Verzehr ungeeignet. Da keine Gesundung der Bäume erfolgt und eine Verbreitung durch Blattläuse jederzeit möglich ist, sollten befallene Bäume gerodet werden. Als Ersatz stehen inzwischen viele tolerante Sorten zur Verfügung. Bei der Ernte ist zu beachten, dass das Holz vor allem älterer Pflaumenbäume sehr leicht brüchig wird. Schütteln ist daher die zweckmäßigste Erntemethode.

Sommerblumen säen In der zweiten Septemberhälfte im Freien ausgesäte, einjährige Sommerblumen blühen im nächsten Jahr bedeutend eher als Frühjahrsaussaaten. Dazu eignen sich besonders Mohn (Papaver) Ringelblume (Calendula), Kornblume (Centaurea), Kornrade (Agrostemma) und andere. Die jungen Pflanzen dieser Arten überstehen den Winter sehr gut, wenn sie nicht an windigen Plätzen stehen. Ausgesät wird horstweise in Reihen. Der Abstand zwischen den Horsten beträgt etwa 20 cm. Nachdem Auflaufen werden alle Pflanzen stehen gelassen. Erst im Frühjahr wird vereinzelt. Eine lockere Abdeckung mit Fichtenreisig schützt im Winter vor Kahlfrösten.

Tipp: Wer sich jetzt die Mühe macht, von Schädlingen und Krankheiten befallenes Laub an Zier- und Nutzgehölzen regelmäßig zu entfernen, erspart seinem Garten manches Massenauftreten von „Invasoren“ im kommenden Jahr.Derzeit fressen sich viele Larven „Winterspeck“ an, um als Larve oder Puppe in oder auf dem Boden zu überwintern. Ebenso verhält es sich bei vielen Pilzkrankheiten, die jetzt ihre Überdauerungsorgane auf oder in den Boden entlassen. Beispiele sind die Larven der Kirschfruchtfliege, die aus abgefallenen Früchten in den Boden kriechen (oder sich abseilen) oder die Sporen des Sternrußtaus, die auf am Boden liegendem Rosenlaub überdauern.

 

Rhabarber pflanzen Sobald die Blätter des Rhabarbers beginnen, gelb zu werden, kann er geteilt und verpflanzt werden. Ende September gepflanzter Rhabarber ergibt bereits im kommenden Jahr eine erste kleine Ernte. Die ausgegrabenen Wurzelstöcke sollten nicht zu lange der Luft ausgesetzt sein. Alte Wurzelstöcke werden mit dem Spaten so geteilt, dass jedes Teilstück einen starken Kopf hat. Vor dem Pflanzen sollte der Boden möglichst tief bearbeitet und kräftig mit Humus (Kompost) versorgt werden. Rhabarber gedeiht auf allen Böden. Auf leichten Böden, die sich schneller erwärmen, beginnen der Austrieb und damit die Ernte wesentlich früher. Rhabarber bildet sehr viel Blattmasse. Der Pflanzabstand muss mindestens 1 x 1 Meter betragen, anderenfalls entwickeln sich zu schwache Blattstiele.

Kernobst ernten Im Marktobstbau gibt es zahlreiche Messmethoden (Zuckergehalt, Stärkabbau, Fleischfestigkeit), um den optimalen Erntezeitpunkt von Apfel und Birne zu bestimmen. Im Garten muss einfacher entschieden werden. Als Zeichen für den Eintritt der Pflückreife (Baumreife) gilt das Abfallen gesunder, nicht „madiger“ Früchte. Ursache dafür ist die natürliche Bildung einer Ablöseschicht aus Korkzellen am Stielende der Früchte. Dann lassen sich die Früchte durch Drehen mühelos ablösen. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Bei den Frühsorten, deren Haltbarkeit begrenzt ist, kann etwas früheres Ernten günstig sein, weil die Früchte dann weniger druckempfindlich sind. Der optimale Erntezeitpunkt ist wichtig aber nicht konstant. Er kann nicht nach dem Kalenderdatum ermittelt werden. Lediglich die Rangfolge der Reife der Sorten untereinander bleibt jährlich konstant.

Lampionblumen trocknen Die mit Früchten besetzten Triebe der Lampionblume (Physalis) sollten erst abgeschnitten werden, wenn die orangeroten Fruchthüllen gut ausgefärbt sind. Sie ergeben einen dauerhaften Vasenschmuck und ergänzen Trockengebinde hervorragend. Beim Schneiden werden alle Laubblätter entfernt, so dass nur noch die Früchte am Stiel bleiben. Die Lampionblume wuchert stark und kann zwischen schwächer wachsenden Pflanzen lästig werden. Da sie Halbschatten verträgt, kann sie zwischen Bäume oder Sträucher gepflanzt werden. Sie bildet dort einen dichten Bestand, in dem Un- bzw. Beikräuter kaum einen Chance haben.

Wintergrüne jetzt auf Frost vorbereiten Nadelgehölze  und wintergrüne Laubgehölze wie Rhododendron, Pieris u. a. werden im September kräftig gegossen, damit sie gut über den Winter kommen. Wenn an diesen Gewächsen im Winter Schäden entstehen, dann ist meist nicht Frost, sondern Trockenheit die Ursache. Diese Gehölze verdunsten auch im Winter viel Wasser, das sie mit Hilfe der Wurzeln aus dem Boden ersetzen müssen. Das ist aber nur möglich, wenn der Boden genügend Feuchtigkeit enthält. Selbstverständlich entfällt das zusätzliche Wässern, wenn ausreichend Regen fällt.

In der zweiten September-Hälfte beginnt die Pflanzzeit für Stauden und Zwiebelblumen.

• Der frühe Pflanztermin im September ist für Narzissen und kleine Frühlingsblüher (Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblume, Traubenhyazinthe, Blausternchen, Winterling) empfehlenswert. Mit den Tulpen können Sie sich noch etwas Zeit lassen.

• Bereiten Sie die Beete gut vor. Wildkräuter, die Sie mit Stumpf und Stiel entfernen, werden Ihnen in den folgenden Jahren keine Zusatzarbeit bescheren. Rechtzeitige Kompostgaben mit organischen Langzeitdüngern vermischt, sorgen für einen gesunden Start von Stauden und Zwiebelblumen.

• Pflanzen Sie doch einmal Wildnarzissen in den lichten Schatten von Blütensträuchern. Sie eignen sich gut zum Verwildern und werden Sie Jahr für Jahr mit immer dichter werdenden Blütenteppichen erfreuen.

• Lieben Sie außergewöhnliche Zwiebelblumen? Dann holen Sie sich doch den ‘Hundszahn’ (Erythonium dens-canis) oder die Forellenlilie (Erythronium revolutum) in den Garten. Sie blühen etwa April und Mai. Auch sie sind einfach zu pflegen und eignen sich zum Verwildern. Gut dazu passt die Federhyazinthe, auch eine ausgefallene Liebhaberpflanze. Sie ist eine Verwandte der allbekannten Traubenhyazinthe.

• Eine ganz bizarre Zwiebelblume ist der Zierlauch. Seine Blütenstände lassen sich gut trocknen und geben einen ungewöhnlichen Vasenschmuck ab. Die schönsten Samenstände haben: ‘Allium christophii’, der Sternkugellauch und ‘Allium schubertii’ mit einem Blütenstand, der abbrennenden Wunderkerzen gleicht.

• Die verblühten Rosen regelmäßig zurückschneiden. Blüten, die sich jetzt noch entwickeln, sind besonders farbschön und blühen sehr lange, da es nicht mehr so heiß ist. Rosen vertragen leichte Fröste und Raureif relativ gut.

• Zu den Insekteninseln gehören die kräftigen Büsche der Staudenastern die jetzt in allen Farben blühen; von Weiß über Rosa, Karminrot, Blau bis Tiefdunkelviolett reicht ihre Farbpalette. Schneiden Sie die Stiele dieser Stauden nicht ab wenn sie verblüht sind, denn die Samenstände dienen vielen Vogelarten im Winter als Nahrung. Außerdem vermehren sich die Astern leicht durch “wilde Aussaat“. Sie bekommen auf diese Weise ganz preiswert neue Pflanzen, die ganz reizvolle Farbvarianten aufweisen können.

• An allen Stauden und Sommerblumen noch immer alles Verblühte entfernen. Es bilden sich laufend neue Blüten, solange es noch ausreichend warm ist.

• Üppig blühen jetzt die Dahlien. Schneiden Sie kräftig für die Vase! Hier können Sie die prallen Blüten am besten bewundern. Damit die Blüten in der Vase lange halten, schneiden Sie die Dahlien halberblüht. Nehmen sie möglichst nur Blüten ohne Knospen und mit wenigen Blättern. Die Stängel sollten unter Wasser noch einmal geschnitten werden, so halten sich diese herrlichen Spätsommerblumen besonders lange frisch.

• Jetzt ist auch die Pflanzung von Stauden, die nicht in Containern gezogen wurden, wieder möglich. Es werden immer häufiger Garten-Aurikeln angeboten, die lange Zeit nur sehr schwer zu bekommen waren. Die Blüten sind wunderschön gezeichnet, haben überraschende Farbkombinationen zu bieten und sind ebenso leicht zu pflegen wie Gartenprimeln.

• Für Nadelgehölze und immergrüne Laubgehölze wie Buchs und Rhododendron ist jetzt ein günstiger Pflanzzeitpunkt. Das Pflanzloch doppelt so tief und breit wie der Ballen des Gehölzes ausheben, gründlich lockern, die ausgehobene Erde mit halbverrottetem Kompost oder Rindenhumus verbessern. Bei Rhododendren eigenen sich auch kleingehackte Fichtenzweige als Beigabe zur Pflanzerde.

• Anfang des Monats kann noch Feldsalat (Nüsslisalat, Rapünzchen) ausgesät werden; zu Beginn des Frühlings ist er dann erntereif.

• Auch GartenmeldeMangold, Kresse und Winterpostelein gedeihen noch sehr gut und lassen sich für eine Frühjahrsernte überwintern.

• Ebenso können Sie jetzt Spinat für den Frühjahrsschnitt aussäen.

• Kennen Sie eigentlich Wintersteckzwiebeln? Sie sind bis zu sechs Wochen früher erntereif als im Frühling gesteckte Zwiebeln. Es werden mittlerweile frühe, gelbe und rote Wintersteckzwiebeln angeboten.

• In wärmeren Gebieten lohnt es sich, jetzt Möhren (frühe Sorten) für eine zeitige Ernte im nächsten Frühling anzusäen. Die zarten Blätter werden über den Winter mit Fichtenreisig abgedeckt.

• Sie können noch kräftige Endivienpflanzen auf Beete versetzen. Wenn es lange warm bleibt, entwickeln sich schöne Köpfe. Notfalls muss der Salat vor starken Frösten ausgegraben und im Frühbeet oder kaltem Gewächshaus in Sicherheit gebracht werden. Vor leichteren Frösten schützt auch ein Vlies.

• Wer gerne gebleichten Endiviensalat mag, sollte in diesem Monat an einem  absolut trockenen Tag für etwa eine Woche die Köpfe mit einem Band zusammenbinden. Ersatzweise kann auch eine lichtundurchlässige Plastikschale darüber gestülpt werden.

• Jetzt ist auch die günstigste Pflanzzeit für Knoblauchzehen. Man muss sie nicht unbedingt im Gemüsegarten unterbringen, auch auf Baumscheiben oder zwischen den Rosen gedeihen sie prächtig. Versuchen Sie einmal, statt des üblichen weißen Knoblauchs, die zarten, milden und ertragreichen Zehen des rosafarbenen, französischen Knoblauchs zu stecken. Dieser Knoblauch ist eine interessante Variante zum herkömmlichen.

• Rhabarber sollte jetzt gepflanzt werden. Da er zeitig im Frühjahr austreibt, hat er noch die Möglichkeit vor dem Wintereinbruch gut einzuwurzeln. Alte Rhabarberstöcke können geteilt und neu eingepflanzt werden. Bedenken Sie, ein Rhabarberstock kann viele Jahre am selben Ort bleiben. Bereiten Sie deshalb den Pflanzplatz gut vor und verbessern Sie den Boden mit einer Kompostgabe.

• Wenn kalte Nächte angesagt sind, müssen im Freiland wachsende Gurken, Zucchini, Kürbisse, Paprika und Tomaten unbedingt geerntet und in die Wohnung gebracht werden. Gurken und Paprika rasch verbrauchen, Zucchini und Kürbisse lassen sich in kühlen Räumen viele Wochen lang lagern, ohne dass die Qualität leidet. Die grünen Früchte der Tomaten reifen in Flachsteigen bei Zimmertemperatur gut nach. Licht ist dazu nicht nötig.

• Wurzelgemüse wie Rote Bete, Möhren, Rettiche, Pastinaken und Schwarzwurzeln vertragen ohne Probleme die ersten Fröste. So können Sie die Wurzeln im Boden lassen und nur das ernten, was Sie gerade brauchen. Im Boden hält sich das Wurzelgemüse auch am längsten frisch. Erst Dauerfröste können die Wurzeln schädigen.

• Beete die Sie nicht mehr bepflanzen können oder wollen, unbedingt mit einer Gründüngung, wie Gelbsenf, Roggen, Weizen, Inkarnatklee, Phazelia oder auch eine Gründüngermischung einsäen. Nur dort, wo Sie im nächsten Jahr Kohl anpflanzen wollen, keinen Gelbsenf aussäen, beide Pflanzen sind Kreuzblütler und damit Nahrungskonkurrenten. Säen Sie dort besser Roggen oder Weizen an. Die Gründüngung verhindert, dass der Boden zu sehr ausgelaugt wird.

Nach oben