Tiere im Garten

 

Den Maulwurf                                                                                                                                                                                    mit Krach vertreiben Viele Kinder einladen oder zumindest viel im Garten werkeln, vor allem mehrere Tage hintereinander. Maulwürfe lieben die Ruhe. Wenn sie durchgängig gestört werden, könnte das die kleinen Schaufler auch vertreiben. Der Klassiker unter den Produkten ist in diesem Zusammenhang sicherlich der “Maulwurfschreck” , der alle 40 Sekunden Schwingungen ins Erdreich abgibt und auf diese Weise Maulwurf, Wühlmaus und Co. vertreibt.

Mit Duft vertreiben  Als sehr effektiv zum Vertreiben von Maulwürfen aus dem eigenen Garten hat sich das konstruieren von unterschiedlichen Duftbarrieren in den Gängen erwiesen. In der Regel genügt es, dabei ein menschliches Haarbüschel auszubreiten.

 

Will der Gartenbesitzer allerdings sein eigenes Haar dafür nicht opfern, kann er es auch mit Knoblauch (gern auch eingelegten Knoblauch), einer selbst angemachten Seifenlauge oder einem Gemisch aus Milch und Molke versuchen. Alternativ ginge auch Buttermilch.

Der Fachhandel hält für diesen Zweck obendrein sogar noch spezielle Maulwurfsteine (oder Geruchsdrops) bereit, die mit diesen Geruchsstoffen bereits getränkt wurden und problemlos in den Gängen ausgelegt werden können. Schnell treiben diese dann den durch die ungewohnten Düfte irritierten Maulwurf in die Flucht.

Alternativ kann auch ein Maulwurf-Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden, welches das Tier lediglich aus dem Garten verscheucht, ansonsten jedoch vollkommen unschädlich für ihn ist – auf keinen Fall tödlich wirkt.

 

Das Maulwurfnetz, ein horizontales Sperrgitter, wird bei der Neuanlage des Rasens eingebaut. Seit beinahe zwanzig Jahren hilft dieses umweltfreundliche Produkt optimal. Die kleinen Wühler können ihre Gänge ungehindert unterhalb des Gitters bauen, aber das Hochdrücken der ungeliebten Maulwurfshügel wird sicher verhindert. Gleichzeitig können die Gänge bei Begehung des Rasens nicht eingedrückt werden. Der Rasen bleibt so schön wie er ist. Mähroboter werden vom Kunststoffgitter nicht beeinflusst.

 

Ein weiteres Produkt ist die senkrechte Sperre MolEX-F. Die Spezial-Spitznoppenfolie ist für den nachträglichen Einbau gedacht. Viele Sportplätze wurden damit bereits dauerhaft vom Maulwurfproblem befreit.

 

Und so geht’s: Die leeren Flaschen in der Nähe der Maulwurfshügel in die Erde eingraben und den Flaschenhals ca. 10 Zentimeter heraus schauen lassen. Der Wind erzeugt nun Töne, die die Maulwürfe nicht leiden können und ziehen so vielleicht um.

Für diesen klassischen Haushaltstipp müssen Sie den Erdhügel abtragen und das Maulwurfsloch freilegen. Anschließend einfach den sauren Joghurt, bzw. die saure Milch, in den Maulwurfsgang kippen. Anschließend ein wenig Erde auf das Hausmittel, damit man selbst vom Geruch nicht belästigt wird und das bei so vielen Löchern wie möglich wiederholen. Wenn man Glück hat, hat der Maulwurf davon bald die Nase voll.
 

Wildgärtner Freude – mehr als nur ein Augenschmaus für Sie!

Fröhlich-bunte Samen-Mischungen mit über 25 ein- und mehrjährigen heimischen Wildblumen. Jede Samen-Mischung ist speziell auf die Bedürfnisse einer Nützlingsgruppe abgestimmt. Erfreuen Sie sich an bunter Blütenpracht und schaffen Sie einen natürlichen Lebensraum für z.B. Stieglitze!

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Viel Wissenswertes über Ihre neuen Gartenbewohner

Eine eigene Wildgärtner Freude Samen-Mischung für Ihre Nützlinge! Freuen Sie sich auf viele bunte duftende Blumen und erfahren Sie mehr über die Besucher, die sich bald in Ihrem Garten tummeln werden. 

Honigbiene

Fakten: Die Honigbiene ist bis zu 15 mm groß und wiegt etwa 0,1 g. Die Aufgabenteilung im Bienenvolk ist klar geregelt. Die Königin legt Eier, die Arbeiterinnen sammeln Nektar und Pollen und die männlichen Drohnen sind für... Zum Nützling >

Goldammer

Fakten: Die Goldammer wird mancherorts auch „Bauernkanari“ genannt, da das Männchen einen leuchtend gelb gefiederten Kopf hat. Die Goldammer ist die häufigste Ammer in Europa, wird bis zu 17 cm groß und bis zu 30 g... Zum Nützling >

Widderchen

Fakten: Das Widderchen erreicht Flügelspannweiten von 10–30 mm. Die meisten in Mitteleuropa vorkommenden Arten werden aufgrund ihres Aussehens auch Blutströpfchen genannt. Widderchen gehören zu den Nachtfaltern, sind aber... Zum Nützling >

Tipps & Tricks

Alle Wildgärtner Freude Samen-Mischungen sind einfach auszusäen und zu pflegen – dafür benötigen Sie nur ein GartenBeet. Eine Packung Wildgärtner Freude reicht dabei für ca. 10 m². Hier ein paar Tipps & Tricks wie Ihre WildblumenWiese bestens gedeiht.

So einfach geht’s:

• Boden durcharbeiten, von Unkräutern befreien • Fläche mit der Harke einebnen • vor dem Aussäen das im Portionsbeutel enthaltene Saatgut mit der bereits beigemischten Aussaathilfe nochmal gut vermischen • Saatgut gleichmäßig auf den Boden streuen, andrücken oder anwalzen, nicht einharken! • sehr gut angießen und nach Aussaat gleichmäßig feucht halten

Tipp:

Warten Sie nach der Beetvorbereitung 2-3 Wochen mit der Aussaat. In dieser Zeit keimen versteckte Unkrautsamen, die vor der Aussaat gejätet werden können.

So einfach wird’s gepflegt:

Wildblumen benötigen pro Jahr zwei Rückschnitte: 1. Schnitt: im Juni nach der ersten Blüte. Damit Samen ausfallen können sollten Sie das Schnittgut bei trockenem Wetter einige Tage auf der Fläche liegen lassen und danach kompostieren. 2. Schnitt: im Oktober oder im März des Folgejahres; geschnitten wird mit dem Rasenmäher auf oberster Schnittstufe, Rasen- oder Heckenschere, Sichel oder Sense.

So blüht’s:

Die in Wildgärtner Freude enthaltenen Wildblumen sind robust, vital und haben nur einen geringen Nährstoffbedarf, daher brauchen Sie nicht zu düngen. Dank einjähriger Arten erscheint die Blüte bereits wenige Wochen nach der Aussaat im Frühling. Zwei- und mehrjährige Wildstauden erblühen im zweiten Jahr nach Aussaat und ermöglichen einen stabilen Pflanzenbestand über Jahre hinweg. Wird die Mischung im Frühherbst ausgesät, blühen die Wildstauden im Frühsommer kommenden Jahres. Verzichten Sie auf Pflanzenschutzmaßnahmen – die Wildblumenwiesen dienen in erster Linie den Bienen.

SCHNECKEN IM GARTEN ERFOLGREICH BEKÄMPFEN

Eine Schneckenplage im Garten kann Gärtner zur Verzweiflung treiben. Pflanzen von denen nur noch das Gerippe übrig bleibt bieten einen traurigen Anblick. Die liebevolle und aufwendige Pflege war umsonst und kann innerhalb kurzer Zeit zunichte gemacht werden. In der Natur haben Schnecken nützliche Aufgaben, denn sie vertilgen abgestorbene Pflanzenteile oder die Überreste verstorbener Tiere. Dennoch können sie in einem Garten überhand nehmen und zu einem Ärgernis werden. Um die Schnecken erfolgreich zu bekämpfen, bieten sich verschiedene natürliche und chemische Mittel an.

WELCHE SCHNECKENARTEN GELTEN ALS SCHÄDLINGE?

Im Garten findet sich eine Vielzahl von Schneckenarten, doch nicht alle von ihnen müssen gefürchtet werden. So gelten beispielsweise Gehäuseschnecken als relativ harmlos. Gärtner bekämpfen vor allem die Nacktschnecken, die kein Häuschen besitzen. Sie laben sich sowohl an Gemüse- als auch an Zierpflanzen. Je nach Jahreszeit und Schneckenart bevorzugen sie die oberen Teile der Pflanzen, wie die Blätter, oder die unterirdisch liegenden Wurzeln. Bekannt ist die einheimische Garten-Wegschnecke mit ihrer dunkelgrauen bis schwarzen Rückenfärbung und der hellen Unterseite. Sehr verbreitet ist die Ackerschnecke deren Färbung von hellem Beige über helles Grau bis hin zu einem Dunkelgrau reichen kann. Eine gesonderte Stellung nimmt die Spanische Wegschnecke mit ihrer ziegelroten Farbe ein, die besonders zahlreich zu finden und ein Allesfresser ist, der sogar vor Kannibalismus nicht zurückschreckt. In feuchtwarmen Sommern kann sie sich explosionsartig vermehren.

NATÜRLICHE MITTEL GEGEN DIE SCHNECKENPLAGE IM GARTEN

1. SAMMELSTELLEN EINRICHTEN

Das Aufsammeln ist ein gängiges Mittel um den Schnecken im Garten zu Leibe zu rücken. Zusätzlich zu morgendlichen oder abendlichen Sammelaktionen, können auch Sammelstellen geschaffen werden. An diesen Plätzen sammeln sich die Tiere besonders gerne und können dann mit wenigen Handgriffen vernichtet werden. Besonders geeignet ist das Auslegen nasser Säcke oder Holzbretter auf der Erde in oder unter denen sich die Schnecken tagsüber besonders gerne verstecken. Für das Aufsammeln der Weichtiere kann eine Schneckenzange zum Einsatz kommen. Um die Tiere schnell zu töten, kann beispielsweise das Übergießen mit kochendem Wasser ratsam sein.

2. NÜTZLINGE ANLOCKEN

Die Schnecken haben viele Feinde wie Igel, Erdkröten, Blindschleichen, Spitzmäuse und Vögel. Gärten sollten abwechslungsreich und naturnah mit Verstecken und Nistplätzen gestaltet werden, damit diese nützlichen Tiere dort ein Zuhause finden. Dann können sie die Schneckenplage auf natürliche Weise eindämmen.

3. GEFLÜGEL ZUM SCHNECKEN BEKÄMPFEN EINSETZEN

Einige Geflügelsorten, wie Hühner, Gänse oder Laufenten laben sich gerne an den Schnecken. Allerdings stellen sie Anforderungen an eine artgerechte Haltung die unbedingt eingehalten werden sollten. Zudem mögen diese Tiere ebenfalls gerne junge Pflanzen und müssen mit einem Zaun aus den Beeten gehalten werden.

4. SCHNECKENZAUN

Das Einbringen eines Schneckenzaunes kann die Tiere von den Pflanzen abhalten. Die Zäune bieten durch ihren Aufbau ein unüberbrückbares Hindernis für die Schnecken. Sie können eingebracht werden um besonders gefährdete Pflanzen, wie Salat, vor den gefräßigen Plagegeistern zu schützen. Wichtig: der Schneckenzaun muss auch mehrere Zentimeter (am besten mindestens fünf Zentimeter) in den Boden reichen, denn sonst kann er von den Schnecken untergraben werden.

5. SCHNECKENBARRIEREN

Im Handel werden inzwischen verschiedene Schneckenbarrieren angeboten, die als Gel um die Beete oder andere zu schützende Stellen aufgetragen werden. Diese modernen Schneckenbarrieren behalten auch bei Regen ihre Kraft und wirken mechanisch ohne Chemie. Eine Variante ist das Kupfer bestehende Schneckenschutzband, dieses hält die Schnecken aus dem Beet, denn Kupfer meiden sie.

SCHNECKENKORN RICHTIG EINSETZEN

Unter dem Namen Schneckenkorn finden sich unterschiedliche Mittel, die aus verschiedenen Wirkstoffen bestehen. Allen Produkten ist gemein, dass sie im Garten ausgestreut werden. Durch den süßlichen Geschmack sind die giftigen Köder bei den Schnecken sehr beliebt und werden von diesen verspeist. Damit die Schnecken mit Hilfe des Produktes erfolgreich dezimiert werden, sollten Gärtner nicht erst aktiv werden, wenn bereist eine Plage herrscht. Besser ist es, frühzeitig im März oder April mit der Behandlung zu beginnen. Auf diese Weise wird bereits die erste Schneckengeneration des Jahres verkleinert.

INHALTSSTOFFE VON SCHNECKENKORN

1. METHIOCARB

Diese chemische Verbindung ist ein sehr wirksames Insektizid, Molluskizid und Akarizid, dass das Nervensystem angreift. Schnecken die das Mittel aufnehmen werden zunächst sehr aktiv, dann fällt ihr Muskeltonus ab und sie sterben. Methiocarb kann nach versehentlichem Verschlucken bei Menschen zu Atemnot und Lungenödemen, sowie zu Durchfall und Erbrechen führen. Wird das Produkt in der Nähe von gemüse- oder fruchttragenden Pflanzen verwendet, sollten diese erst nach einer Karenzzeit von zwei Wochen verzehrt werden. Das Produkt kann Nützlinge und Wasserlebewesen schädigen und muss unbedingt von Haustieren und Kindern ferngehalten werden.

2. METALDEHYD

Der cyclische Esther Metaldehyd ist ein verbreitetes Molluskizid und findet in vielen Schneckenkorn-Produkten Anwendung. Nach dem Verzehr wirkt das Gift indem es das Gewebe der Weichtiere zerstört und sie so tötet. Währenddessen scheiden die Schnecken bei dem Versuch das Gift auszuscheiden mehr Schleim aus als üblich. Das Produkt kann auch zur Anwendung kommen, wenn es kühl und feucht ist. In regnerischen Perioden muss jedoch häufiger nachgestreut werden. Es gilt als weniger schädigend für Nützlinge, allerdings reagieren Hunde nach dem Verzehr größerer Mengen mit Vergiftungserscheinungen. Innerhalb einiger Tage wandelt sich das Metaldehyd nach dem Ausbringen in Wasser und Kohlenstoffdioxid um – besonders bei feuchtem Wetter.

3. EISEN-III-PHOSPHAT

Diese chemische Verbindung ist in kleinen Mengen auch in naturbelassenen Böden zu finden. Das Mittel aus der Gruppe der Phosphate ist für die Verwendung in der biologischen Landwirtschaft zugelassen, da es als unschädlich für die Umwelt gilt. Neben seiner Verträglichkeit ist der Vorteil dieses Produktes, dass es auch bei Regen wirksam bleiben kann. Verspeist die Schnecke das Eisen-III-Phosphat kommt es zu Veränderungen in ihrem Darm, die Nahrungsaufnahme wird gestoppt und die Tiere sterben. Allerdings muss eine Schnecke eine große Menge Eisen-III-Phosphat zu sich nehmen um geschädigt zu werden, deswegen ist regelmäßiges Nachstreuen nötig.

Wichtig: die Schneckenkornmittel können gefährlich für Haustiere wie Hunde und Katzen sein. Selbst Produkte die mit Haustierverträglichkeit werben, können beim Verschlucken in größeren Mengen zu Vergiftungen führen.

HAUSMITTEL GEGEN SCHNECKEN DIE NUR EINGESCHRÄNKT WIRKEN

1. BIERFALLE

Ein besonders bekanntes Hausmittel gegen Schnecken ist die Bierfalle, in der die Tiere ertrinken sollen. Allerdings werden vom Duft des Bieres mehr Schnecken angelockt als ertrinken.

2. KALK

Um Schnecken fernzuhalten, wird oftmals Kalk um bestimmte Beetabschnitte verstreut. Es ist tatsächlich so, dass die Weichtiere diesen normalerweise nicht überqueren. Allerdings verändert der dauerhafte Einsatz von Kalk den pH-Wert des Bodens.

3. MEHL AUS GESTEIN UND NADELHOLZ

Gesteinsmehl oder Nadelholzmehl können Schnecken abhalten, allerdings nur bei Trockenheit und wenn sie frisch aufgebracht wurden. Sie müssen nach jedem Regenguss erneuert werden.

4. KAFFEE

Das Aufbringen von Kaffeelösungen kann Schnecken tatsächlich fernhalten, allerdings nur bis zum nächsten Regenguss. Dann muss der Vorgang wiederholt werden.

EINER SCHNECKENPLAGE IM GARTEN VORBEUGEN

1. BODENBEARBEITUNG

Der Boden sollte bearbeitet werden, so kommen die Eier der Schnecken immer wieder an die Erdoberfläche, wo sie vertrocknen, abfrieren oder aufgefressen werden können. Die Bearbeitung sollte fein und ebenmäßig sein, damit wenige Versteckmöglichkeiten für die Weichtiere und ihre Eier bleiben.

2. EINEN PASSENDEN STANDORT FÜR DIE PFLANZEN WÄHLEN

Zier- und Gemüsepflanzen sollten am besten an sonnigen, trockenen Standorten gezogen werden. Das macht es den Schnecken schwer. Es ist ratsam, die Pflanzen weiter entfernt von Hecken, Büschen, Gestrüpp und angrenzenden Wiesen zu pflanzen.

3. DIE RICHTIGEN PFLANZEN AUSWÄHLEN

Eine gesunde Mischkultur ist einer Monokultur vorzuziehen. Die Wahl schneckenunempfindlicher Pflanzen kann ratsam sein. Zu ihnen zählen beispielsweise die Akelei, Thymian oder Lavendel. Besonders anfällig für den Fraß durch Schnecken sind beispielsweise Basilikum, Kopfsalat oder Tagetes. In einigen Fällen ist es sinnvoll, die schneckenanziehenden Pflanzen in einer Ecke des Gartens anzupflanzen um sie zur Ablenkung einzusetzen.

4. GARTENPFLEGE

Der Rasen und angrenzende Wiesen sollten kurz gehalten werden. Wird mit einem aktiven Kompost gedüngt, kann dieser Temperaturen entwickeln,

BLATTLÄUSE BEKÄMPFEN

WAS HILFT GEGEN DIE KLEINEN QUÄLGEISTER?

Blattläuse sind gefürchtete Schädlinge und können im Garten und an Zimmerpflanzen zu finden sein. Die kleinen Insekten schädigen durch ihre Art der Nahrungsaufnahme Pflanzen, übertragen pflanzenschädliche Viren und ziehen andere Schädlinge wie den Rußtaupilz nach sich. Vermehrt zu beobachten sind die Blattläuse im Frühsommer. Warme und trockene Tage spielen ihnen zu. Zur Mitte des Jahres nimmt die Anzahl der Blattläuse meist ab, weil ihnen dann viele Fressfeinde nachstellen und die Konkurrenz wächst.

ANZEICHEN EINES BLATTLAUSBEFALLS

Besonders gerne befallen Blattläuse blühende Pflanzen wie Rosenoder Pfingstrosen, doch auch viele andere Zier- und Nutzpflanzen können betroffen sein. Ein Blattlausbefall lässt sich an verschiedenen Symptomen erkennen:

1. DEFORMIERUNGEN DER PFLANZEN

Durch einen Befall mit Blattläusen können Deformationen an den Blättern, Knospen und Trieben einer Pflanze auftreten, sie können ihre Farbe verändern und welken. Tragen die Pflanzen Früchte, können diese ebenfalls deformiert sein.

2. KLEBRIGE BLATTUNTERSEITE

Die Unterseite der befallenen Blätter ist durch den von den Blattläusen ausgeschiedenen Honigtau klebrig. Sind Zimmerpflanzen auf dem Fensterbrett von Blattläusen befallen, kann sich dies manchmal daran zeigen, dass an der Fensterscheibe klebrige Stellen zu finden sind.

3. BLATTLAUSANSAMMLUNGEN

Bei sehr genauem Hinsehen können die kleinen Insekten gesehen werden. Sie halten sich besonders gerne an den Ansätzen von Blüten oder Blättern auf und fallen dort ins Auge. Die Tiere haben nur eine Größe von wenigen Millimetern und verfügen über einen Saugrüssel. Die unterschiedlichen Arten besitzen verschiedene Farben, die von Grün über ein rötliches Braun bis hin zu Braunschwarz reichen können.

WIE SCHÄDIGEN BLATTLÄUSE PFLANZEN?

Der Lebensrhythmus der Blattläuse beginnt als Ei, das im Winter an der Wirtspflanze befestigt ist. Wird das Wetter im Frühjahr milder, schlüpfen die Blattläuse aus und vermehren sich. Da dies ungeschlechtlich passiert, können innerhalb kürzester Zeit viele Nachkommen gezeugt werden. Auch diese können wiederum schnell weitere Nachkommen produzieren und nach einigen Generationen entstehen flugfähige Individuen, die sich von der Heimatpflanze aus ausbreiten und viele weitere Gewächse schädigen können.

1. PFLANZENSAFT SAUGEN

Mit ihrem Saugrüssel durchstechen die Blattläuse die Pflanzenzellen und laben sich an dem zuckerhaltigen Saft, der durch die Gewächse fließt. Dieser übernimmt eine ähnliche Funktion wie das Blut beim Menschen. Er transportiert Nährstoffe durch die gesamte Pflanze und ist für die Versorgung der einzelnen Teile zuständig. Wird viel Saft abgesaugt, leidet die Pflanze an einer Unterversorgung und die äußeren Merkmale wie Deformierungen können Auftreten. Bei starkem Blattlausbefall kann das Gewächs sogar ganz absterben.

2. HONIGTAU ALS NÄHRBODEN FÜR SCHIMMELPILZE

Nicht nur die Saugtätigkeit der kleinen Insekten nimmt einen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Pflanzen, sondern auch der Honigtau den sie ausscheiden. Dieser ist sehr zuckerhaltig und bietet Rußtaupilzen einen guten Nährboden. Die befallenen Blätter bekommen dann einen rußigen, dunklen Belag. Dieser Belag kann negative Folgen für die Photosynthese der Pflanzen haben und sie weiter schädigen.

3. ÜBERTRÄGER VON PFLANZENVIREN

Da Blattläuse von einer zur anderen Pflanze wandern können, übertragen sie beim Einstich mit ihrem Saugrüssel verschiedene Pflanzenviren. Diese Krankheitserreger schädigen die Gewächse und haben hohe wirtschaftliche Einbußen zur Folge. Zier- und Nutzpflanzen können gleichermaßen betroffen sein.

WIRKSAME NATÜRLICHE HAUSMITTEL GEGEN BLATTLÄUSE

Generell gilt: je früher ein Blattlausbefall erkannt wird, umso besser kann er bekämpft werden. Natürliche Hausmittel gegen Läuse müssen meist häufiger angewendet werden und sind nicht immer zuverlässig wirksam.

1. ABSPÜLEN ODER ABREIBEN

Bei einem leichten Blattlausbefall können die befallenen Pflanzenteile zunächst mit klarem Wasser abgespült werden. Zimmerpflanzen kommen dafür in die Badewanne oder Dusche, Pflanzen im Garten können mit dem Schlauch abgespritzt werden. Handelt es sich um sehr wenige Insektenexemplare können diese auch mit den Finger abgerieben werden.

2. BRENNESSELSUD

Ein Teil Brenneseln wird mit zehn Teilen heißem Wasser übergossen und bleibt für einige Tage stehen. Mit dem gesiebten Sud können die befallenen Pflanzen besprüht werden. Dies sollte an einem bedeckten Tag geschehen um Verfärbungen an den Blättern zu vermeiden.

3. SEIFENLAUGE

Kali- oder Kernseife werden vermischt mit Wasser als Lauge auf die betroffenen Pflanzenteile aufgebracht.

4. ÖLSPRAY

Mit einem ölhaltigen Spray können die betroffenen Pflanzenteile besprüht werden um die Eier und die Blattläuse zu töten und ein erneutes Ausbrechen der Plage zu verhindern. Rapsöl eignet sich gut für diese Sprays. Im Handel werden auch bereits gemischte Präparate angeboten.

BLATTLAUSBEKÄMPFUNG MIT CHEMISCHEN MITTELN

Im Handel gibt es verschiedene chemische Mittel die sich für das Entfernen von Blattläusen eignen. Diese Produkte sollten mit Vorsicht und streng nach den Herstellerangaben eingesetzt werden. Für die Nutzung chemischer Produkte gilt es einige Punkte zu beachten:

1. SYSTEMISCHE MITTEL GEGEN BLATTLÄUSE

Besonders sinnvoll ist der Einsatz von chemischen Produkten, wenn sie systemisch wirken. Das bedeutet, dass die Pflanzen die Inhaltstoffe über die Wurzeln aufnehmen und so die Blattläuse beim Saugen vergiften. Diese Mittel eignen sich jedoch nur für die Anwendung an Zierpflanzen, da sie giftige Substanzen enthalten, die sonst ins Gemüse übergehen und beim Verzehr die Gesundheit schädigen können. Mit den systemisch wirkenden Mitteln können auch versteckt sitzende Blattläuse erreicht werden. Zimmerpflanzen mit Blattlausbefall können mit entsprechenden Düngern oder Stäbchen aus dem Fachhandel ebenfalls systemisch behandelt werden.

2. GEFAHR FÜR NÜTZLINGE

Nützliche Insekten können durch den Einsatz chemischer Produkte in Mitleidenschaft gezogen werden. So können zum Beispiel Bienen die giftigen Inhaltstoffe aufnehmen, wenn sie auf der Suche nach Nektar behandelte Blühpflanzen aufsuchen.

3. NUR KURZFRISTIG WENIGER BLATTLÄUSE

Die Blattlauspopulation wird durch die chemischen Mittel bekämpft, jedoch auch ihre Fressfeinde und deren Larven. Es kann sein, dass diese sich nicht weiter fortpflanzen oder abwandern, weil sie zu wenig zu fressen finden. So können die Blattläuse wieder die Oberhand gewinnen.

BLATTLAUSBEFALL VORBEUGEN

1. NATURNAHE MISCHKULTUREN

Monokulturen machen es Blattläusen leicht, aus diesem Grund sollte eine naturnahe Bepflanzung mit vielen unterschiedlichen Pflanzenarten erfolgen.

2. NÜTZLICHE INSEKTEN ANZIEHEN

Die Blattläuse sind bei vielen Nützlingen sehr beliebt. Werden die Fressfeinde in den Garten gelockt, können sie auf natürliche Weise die Blattlausbestände regulieren. Marienkäfer, Schlupfwespen, Ohrwürmer, Schwebfliegen und Florfliegen sind lebende biologische Waffen gegen die Blattläuse. Um den Garten für sie so attraktiv wie möglich zu gestalten, sind vor allem Rückzugsmöglichkeiten und Nahrung gefragt. Kästen für Florfliegen oder Marienkäfer, Insektenhotels oder Ecken mit Totholz bieten sich dafür an. Löwenzahn, FenchelDill und Klee sind nur ein paar der Pflanzen, die die Fressfeinde von Blattläusen anziehen.

3. VÖGEL ANZIEHEN

Blattläuse werden gerne von Vögeln gefressen, besonders begehrt sind sie bei Zaunkönigen und Meisen. Diese Vögel können mit vogelgerechten Tränken oder artgerechten Nisthäusern angezogen werden.

4. AMEISEN KONTROLLIEREN

Ameisen sind wichtige Nützlinge im Garten. Sie gehen jedoch eine Symbiose mit den Blattläusen ein um von ihrem Honigtau zu profitieren. Sie beschützen die Blattläuse vor Fressfeinden, das kann für eine Vermehrung der Blattläuse sorgen. Es ist sinnvoll die Stängel von Pflanzen mit entsprechenden Klebebändern, einem Ölfilm oder ähnlichem zu überziehen, so dass die Ameisen nicht mehr zu den Blattläusen gelangen können und diese ihren Fressfeinden ausgeliefert sind. Mit Honig oder anderen süßen Leckereien lassen sich Ameisen von den befallenen Pflanzen weglocken, was Nützlingen ebenfalls den Zugang zu den Blattläusen erleichtert.

5. BLATTLÄUSEN NAHRUNGSALTERNATIVEN BIETEN

Blattläuse sind in fast jedem Garten zu finden. Es gibt Pflanzen, die effektiv Blattläuse anziehen und dafür sorgen können, dass andere Pflanzen verschont bleiben. Besonders beliebt bei Blattläusen sind unter anderem die KapuzinerkresseDahlienAstern oder Kosmeen. Diese Pflanzen können den Blattläusen eine Nahrungsalternative bieten, sollten aber mit etwas Abstand zu den anderen Pflanzen eingesetzt werden. Es gilt jedoch zu beachten, welche Lausart vor Ort verbreitet ist und auf welche Pflanzenarten diese besonders anspricht.

6. WENIG DÜNGEN

Überdüngte Pflanzen (besonders an Stickstoff) ziehen Blattläuse geradezu an. Pflanzen sollten also nur so viel wie unbedingt nötig gedüngt werden.

7. PFLANZENGESUNDHEIT UNTERSTÜTZEN

Pflanzen, die an einem artgerechten Standort bei passenden Witterungsverhältnissen stehen, sind meist von Haus aus gesünder und weniger anfällig gegen einen Blattlausbefall. Eine regelmäßige Pflege mit einem auf die jeweilige Pflanze abgestimmtem Schnitt kann Blattläusen ebenfalls entgegen wirken.

 Vogeltränke auch im Winter

Vögel sind auch in den kalten Monaten durstig, be­son­ders wenn sie sich mit trockener Nahrung versorgen. Daher ist es sinnvoll, wenn Sie ihnen auch im Winter Wasser anbieten. Dafür müssen Sie keine spezielle Vogeltränke kaufen – gut geeignet sind alle flachen Gefäße, die sich leicht reinigen lassen, wie alte Sup­pen­tel­ler, ausrangierte Auflaufformen oder Untersetzer für Blumen­töpfe.

Um zu verhindern, dass an der Vogeltränke Keime, wie z.B. Salmonellen, übertragen werden, ist die Sau­ber­keit des Wassers entscheidend: Wechseln Sie es nach Möglichkeit täglich und reinigen Sie das Gefäß min­des­tens einmal pro Woche mit heißem Wasser und einer Bürste.

Und was machen Sie bei Dauerfrost, wenn das Wasser schnell gefriert? Am besten stellen Sie die Tränke, wenn möglich, nah an eine Hauswand. Ist das Wasser gefroren, übergießen Sie es mit heißem Wasser und entfernen Sie anschließend das Eis. Einige Gartenfreunde stellen auch lang brennende Grabkerzen in einem Betonring unter eine feuerfeste Wasserschale, um das Einfrieren zu verhindern.

Der Fledermauskasten

Ein „Vogel“kasten besonderer Art ist unser Fledermauskasten. Die Fledermaus arbeitet im Dunkeln und ist umrankt von schaurigen Geschichten. Dabei sind Fledermäuse äußerst effektive Fänger von Mücken und Motten und tragen damit sehr zu einem gemütlichem und Schädlingsfreien Garten bei Um Fledermäuse anzulocken bedarf es nur sehr wenig. Solange genügend Futter und eine geeignete Schlafstelle vorhanden ist, werden die geflügelten Nachtschwärmer kommen. Verlieren Sie nicht die Geduld: Es dauert oft ein paar Jahre bis ein neuer Fledermauskasten bezogen wird. Dies ist völlig normal und sollte geduldig abgewartet werden. Laut NABU sind Ansammlungen von 5-10 Kästen – welche immer mindestens 5m voneinander entfernt sind – am erfolgreichsten.

Wählen Sie eine Windgeschütze Stelle in 3-5 Metern Höhe die Morgen und Mittagsonne bekommt. Weiterhin sollte das Einflugloch einen freien Umkreis von 2 Metern in alle Richtungen hat, so dass die Fledermäuse es gut anfliegen können. Die Fledermauskästen bitte nur bitte lauwarmen Wasser, Schmierseife und mit Handschuhen auswaschen. Die wartungsarmen Kästen, benötigen allerdings kaum Pflege.

Der Jahreskalender der Fledermäuse:

  • November – März: Winterschlaf (nur ausnahmsweise in Kästen);
  • April – Mai: Wanderzeit für viele Arten (in den Kästen können kurz anwesende Durchzügler auftauchen);
  • Mai – August: Jungenaufzucht (Fledermauskästen dürfen jetzt keinesfalls gestört werden!);
  • August – Oktober/November: erneute Wanderzeit, Paarungszeit und Zeit der Erkundungsflüge der Jungtiere.

 Nistkästen selber bauen

Praktische Anleitungen für Meise, Kleiber und Co.

Seit den Anfängen des Vogelschutzes zählt das Bauen und Anbringen von Nistkästen zu den festen Bestandteilen aktiver Naturschutzarbeit vor Ort. Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen.


Außerdem macht das Bauen von Nistkästen einfach Spaß und eignet sich darum auch hervorragend, um Kinder und Jugendliche mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen. Ein voll ausgebuchter Nistkasten ist allerdings nur dann zu erwarten, wenn der Garten naturnah gestaltet ist und die Vögel entsprechend Nahrung finden.

Auch im Winter wichtig!

Nistkästen erfüllen übrigens auch im Winter wichtige Aufgaben. Ob Meisen, Kleiber, Eichhörnchen und Schmetterlinge – selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis schätzten eine warme Schlafstube. Manchem Vogel könne die Nisthilfe im Winter sogar das Leben retten. Die Gefahr der Übertragung von Parasiten durch alte Nester sei geringer als der Nutzen eines warmen Unterschlupfes für die Tiere.

Da Vögel mit 39 bis 42 Grad ständig eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrecht erhalten müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett. Dadurch verlieren sie schnell an Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann ihnen da manchmal zum Verhängnis werden. Sperlinge bauen deshalb regelrechte Winternester, in die sie sich bei Frost einkuscheln. Von Zaunkönigen weiß man, dass sie sich im Winter gegenseitig in Nistkästen wärmen.


Unter dem Titel „Wohnen nach Maß“ gibt es eine 48-seitige NABU-Broschüre mit detaillierten Anleitungen. Bezug für zwei Euro plus Versandkosten (im NABU-Shop bestellen).

 

Nistkästen selbst gebaut

Materialien

  • Verwenden Sie 20 Millimeter dicke, ungehobelte Bretter. Am haltbarsten ist Eichen-, Robinien- oder Lärchenholz. Auch die einfach erhältlichen Kiefern- oder Fichtenbretter sind akzeptabel, Buchenholz dagegen im Außenbereich eher unbeständig. Sperrholz oder Spanplatten sind nicht witterungsbeständig und daher ungeeignet.
  • Es hat durchaus Vorteile beim Bau auf Nägel zu verzichten und auf Schrauben zurückzugreifen. Denn das erspart zusätzliches Verleimen und ergibt stabilere und haltbarere Kästen.
  • Bohren Sie vier etwa fünf Millimeter breite Löcher zur Belüftung und Entfeuchtung in den Boden.
  • Verzichten Sie auf Holzschutzmittel, um die Gesundheit der Tiere nicht zu gefährden. Zum Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall können Sie die Außenwände mit Leinöl oder umweltfreundlichen Farben streichen.
  • Man kann versuchen, das Dach mit Bitumpappe vor der Witterung zu schützen, doch zeigt sich häufig, dass der Kasten trotzdem feucht wird und die Pappe ein schnelles Austrocknen sogar behindern kann. Daher kann man auf Pappe durchaus auch verzichten.

Wohnraum und Maße

  • Der Boden des Nistkastens muss mindestens zwölf mal zwölf Zentimeter Fläche bieten.
  • Damit Katzen und Marder nicht mit der Tatze an die Brut gelangen, sollte sich die Lochunterkante bei einem Höhlenbrüterkasten mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden befinden.
  • Demselben Zweck dient der Überstand des Daches über dem Flugloch. Je größer der Überstand, desto geringer die Chance, dass Prädatoren von oben in das Flugloch hineingreifen können.
  • Auf eine Ansitzstange unter dem Flugloch sollte verzichtet werden. Auch sie würde den Zugang für Prädatoren erleichtern.

Anbringen von Nistkästen

  • Hängen Sie Nistkästen in zwei bis drei Meter Höhe auf (sofern in der Bauanleitung nicht anders beschrieben).
  • Das Einflugloch sollte weder zur Wetterseite (Westen) zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein (Süden). Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist deshalb ideal.
  • Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder Schrauben, alternativ feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen.
  • Damit kein Regen eindringen kann, sollte ein Nistkasten niemals nach hinten, eher nach vorne überhängen.
  • Nisthilfen gleicher Bau- und Zielvogelart sollten in Abständen von mindestens zehn Metern aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Sperlinge, Stare und Schwalben). So ist gewährleistet, dass die brütenden Tiere auch genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden.
  • Bringen Sie Nisthilfen am besten im Herbst an, damit Vögel, Kleinsäuger und Insekten sie zum Schlafen und Überwintern nutzen können.
  • Zum Anbringen einer Halbhöhle eignen sich geschützte, für Katzen und Marder möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen.

Reinigung

  • Nistkästen sollten nach der Brutsaison gereinigt werden, denn in alten Nestern hausen öfters Flöhe, Milben oder Lausfliegen. Die Reinigung sollte im Spätsommer oder dann erst wieder Ende Februar vorgenommen werden, um Überwinterer wie zum Beispiel den Siebenschläfer nicht zu stören. Da es schwierig ist, den alternativen Zeitpunkt nach dem Winter vor Beginn der Brutperiode abzupassen, sollte man besser die Reinigung für ein Jahr aussetzen, wenn man den Spätsommer-Termin verpasst hat.
  • Tragen Sie besser Handschuhe und nehmen Sie das Nistmaterial nicht in die Wohnung, da Vogelflöhe und anderes Getier auf den Menschen überspringen kann.
  • Es genügt, das alte Nest zu entfernen und den Kasten bei stärkerer Verschmutzung auszubürsten. Verzichten Sie auf Insektensprays oder chemische Reinigungsmittel.
  • Kontrollen während der Brutzeit sollten Sie vermeiden, um die Brut und Aufzucht der Jungvögel nicht zu stören.

 

 

 

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